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Kommunen fordern Zusagen der Länder zu Nahverkehrsticket

Die Ampelkoalition plant einen Nachfolger des 9-Euro-Tickets. Der Städtetag begrüßt das Vorhaben – und will die Länder bei der Finanzierung in die Pflicht nehmen.

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Symbolfoto: dpa

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Nach der Koalitionseinigung auf ein drittes Entlastungspaket fordern der Deutsche Städtetag sowie der Städte- und Gemeindebund Zusagen der Länder zur Finanzierung eines bundesweiten Nahverkehrstickets.

Der Städtetag befürworte das Ziel, ein Nachfolgemodell für das 9-Euro-Ticket zu konzipieren, sagte Präsident Markus Lewe der "Rheinischen Post" (Montag). "Die dafür vorgesehenen Mittel des Bundes allein werden allerdings bei weitem nicht reichen."

Vor allem müssten die Länder in die Pflicht genommen werden. "Sie müssen sich jetzt bewegen", sagte der CDU-Politiker, der Oberbürgermeister der Stadt Münster ist. Die Finanzierung dürfe nicht an den Städten hängenbleiben.

Die Ampel-Koalition hatte am Sonntag ein drittes Entlastungspaket vorgestellt, dessen Umfang die Regierung auf etwa 65 Milliarden Euro beziffert. Unter anderem strebt die Ampel einen bundesweit gültigen Nachfolger für das 9-Euro-Ticket an, und zwar in der Preisspanne von 49 bis 69 Euro pro Monat. Der Bund will 1,5 Milliarden Euro dafür zuschießen, wenn die Länder mindestens ebenso viel zahlen.

Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs auf dem Land gefordert

Der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebunds, Gerd Landsberg, sagte den Zeitungen der Funke-Mediengruppe, die geplante Fortführung eines einheitlichen vergünstigten Nahverkehrs-Tickets sei ein richtiger und konsequenter Schritt. "Jetzt wird es auf die Länder ankommen, dies auch umzusetzen und die notwendigen Finanzmittel bereitzustellen." Unverzichtbar bleibe in diesem Zusammenhang aber auch "die nachhaltige Verstärkung der Investitionen" in den öffentlichen Nahverkehr gerade im ländlichen Raum. "Gerade für die Menschen dort ist der Vorteil eines vergünstigten Tickets eher gering, weil die notwendigen Verbindungen bisher fehlen."

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