Das Nachrichtenportal vonMünsterländische Tageszeitung MT undOldenburgische Volkszeitung OV

Kommunen fordern Geld für Integration der Flüchtlinge

Der Städtetag hat eine neue Führung: Oldenburgs Oberbürgermeister Jürgen Krogmann ist nun Vizepräsident. Auch Vechtas Bürgermeister Kristian Kater gehört als Mitglied dem Präsidium an.

Artikel teilen:
Symbolfoto: dpa

Symbolfoto: dpa

Der Niedersächsische Städtetag (NST) hat Bund und Land aufgefordert, die Kommunen bei der Versorgung der vielen Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine zu unterstützen. „Wir benötigen viel Geld für die Teilhabe und Integration der ukrainischen Flüchtlinge“, sagte der neue Verbandspräsident Frank Klingebiel (CDU) am Mittwoch bei einer digitalen Städteversammlung.

Den Kommunen sei bewusst, dass sie die Lasten aus Sanktionen, der Unterbringung von Flüchtlingen, einer sich abzeichnenden Wirtschaftskrise und der Aufrüstung der Bundeswehr zusammen mit Bund und Land schultern müssten. „Wir Kommunen erwarten aber, dass wir zu einer fairen Lastenverteilung zwischen den drei Ebenen kommen.“ Konkret fragte Klingebiel, Oberbürgermeister von Salzgitter, ob die Aufnahmepauschale von rund 12.000 Euro pro Flüchtling und Jahr mit Blick etwa auf gestiegene Mieten ausreiche.

Klingebiel war zuvor vom Präsidium des Niedersächsischen Städtetages zum neuen Präsidenten des Verbandes gewählt worden. Er übernimmt das Amt von Ulrich Mädge, dem früheren Oberbürgermeister der Hansestadt Lüneburg. Der 57-jährige Klingebiel war bereits von 2010 bis 2013 sowie von 2015 bis 2017 NST-Präsident. Er wechselte sich seit 2010 mit Mädge als Präsident beziehungsweise Vizepräsident ab.

Krogmann wird Vize – auch Kater im Präsidium

Zum Vizepräsidenten wählte das Präsidium Jürgen Krogmann, Oberbürgermeister der Stadt Oldenburg. Der 58-jährige Krogmann, der aus Steinfeld stammt, ist seit 2014 Oberbürgermeister und Mitglied des Präsidiums des Verbandes. Das Präsidium setzt damit eine Tradition fort, nach der der Präsident zu Beginn einer kommunalen Wahlperiode neu bestimmt und abwechselnd von einem Vertreter von SPD und CDU gestellt wird.

Vechtas Bürgermeister Kristian Kater ist als ordentliches Mitglied in das NST-Präsidium berufen worden, wie die Stadtverwaltung bekannt gab. Ebenso wurde er als Vertreter des NST in das Präsidium des Deutschen Städte- und Gemeindebundes sowie in den Hauptausschuss des Deutschen Städte- und Gemeindebundes entsandt. Es sind die wichtigsten Interessenvertretungen der Städte und Gemeinden im Land und im Bunde. Über den Deutschen Städte- und Gemeindebund sind durch 17 Mitgliedsverbände (darunter auch der NST) 11.000 große, mittlere und kleinere Kommunen organisiert.

„Über das große Vertrauen meiner Kolleginnen und Kollegen habe ich mich sehr gefreut. Ich werde mein Wissen und meine Netzwerke dafür nutzen, der Stimme der Städte und Gemeinden, insbesondere in der aktuell schwierigen Zeit, die geprägt ist vom Krieg in der Ukraine und den Folgen der Pandemie, auf allen Ebenen noch mehr Nachdruck zu verleihen“, sagte Kater.

OM-hilft -  Helfen Sie mit! Das Oldenburger Münsterland hilft den Geflüchteten aus der Ukraine. Hilfsinitiativen, Wohlfahrtsorganisationen und viele mittelständische Unternehmen sind bereits dabei, die Hilfe vor Ort zu koordinieren. Und auch Sie können sich beteiligen. Wie und Wo? Das sagt Ihnen  die Webseite om- hilft.org

Das könnte Sie auch interessieren

Hier klicken und om-online zum Start-Bildschirm hinzufügen

Kommunen fordern Geld für Integration der Flüchtlinge - OM online