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Kommunalwahl 2021: UWG Steinfeld schickt 9 Männer und Frauen ins Rennen

Die Unabhängige Wählergemeinschaft feiert in diesem Jahr ihr 30-jähriges Bestehen. Die stärkste Oppositionspartei ist zuversichtlich, die Anzahl der Sitze im Gemeinderat erhöhen zu können.

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Foto: Timphaus

Foto: Timphaus

Die Unabhängige Wählergemeinschaft (UWG) Steinfeld hat ihre Liste für die Kommunalwahl am 12. September 2021 (Sonntag) aufgestellt. Mit 9 Kandidatinnen und Kandidaten tritt die stärkste Oppositionspartei der Gemeinde, die im Rat aktuell 5 Sitze innehat, laut Mitteilung beim Urnengang im Herbst an.

Als Spitzenkandidat tritt der UWG-Vorsitzende Christoph Schlarmann (51 Jahre) an. Es folgen Melanie Schockemöhle (43), Heinrich Luhr (68), Karl Maria Bünker (72), Christian Katzer (50), Edeltraut Roggenkamp (64), Ilona Spille (58), David Beavan (62) und Bernard Zmijewski (62).

Für die Wahlliste waren nach UWG-Angaben der eigene Wunsch der Kandidatinnen und Kandidaten und das Ziel, möglichst Frauen und Männer abwechselnd zu platzieren, ausschlaggebend. Die erarbeitete Reihenfolge wurde einmütig bestätigt. Laut Mitteilung herrschte eine zufriedene Stimmung bei der Aufstellungsversammlung und die Zuversicht, die Anzahl der Sitze für den Gemeinderat zu erhöhen.

Die UWG-Kandidaten: (von oben links) Christoph Schlarmann, Melanie Schockemöhle, Heinrich Luhr, Karl Maria Bünker, Christian Katzer, Edeltraut Roggenkamp, Ilona Spille, David Beavan, Bernard Zmijewski. Fotos: FrerichsDie UWG-Kandidaten: (von oben links) Christoph Schlarmann, Melanie Schockemöhle, Heinrich Luhr, Karl Maria Bünker, Christian Katzer, Edeltraut Roggenkamp, Ilona Spille, David Beavan, Bernard Zmijewski. Fotos: Frerichs

Gründungsmitglieder Luhr und Bünker sind weiter dabei

Das Wahlprogramm wurde, so heißt es weiter, nach einer intensiven fachlichen Diskussion beschlossen. Die inhaltlichen Standpunkte dienen als Grundlage für die Wahlwerbung, die 3 Wurfsendungen, Großplakate und persönliche Flyer von jedem Kandidaten mit seinen Schwerpunkten vorsieht. 

Ein weiterer zentraler Baustein des Wahlkampfs wird nach Parteiangaben die Veranstaltung "30 Jahre UWG Steinfeld" sein. 1991 hatten sich erstmals 9 Kandidaten zur Kommunalwahl gestellt, darunter die Gründungsmitglieder Heinrich Luhr und Karl Maria Bünker, die noch heute politisch aktiv sind.

Unabhängige fordern Verkehrskonzept für Steinfeld

Die UWG-Verantwortlichen nutzen den Wahlkampf, um ausführlich eine Bilanz der politischen Entwicklungen in Steinfeld in den vergangenen 5 Jahren zu ziehen. Dabei spart die Opposition nicht mit Kritik an der CDU-Mehrheit und der Verwaltung.

Die Unabhängige Wählergemeinschaft will sich weiterhin für die Erstellung eines Verkehrskonzepts für die Gemeinde stark machen. Autos und Lastwagen sollten durch eine verbesserte Verkehrslenkung möglichst auf der Umgehungsstraße bleiben. Ein Umfahren der Bundesstraße 214 sowie der Landesstraße 846 müsse unterbunden werden. Die UWG will den Fokus auf den Rad- und Fußverkehr legen und verfolgt weiter das Ziel, den Bahnhof südlich der B 214 an den früheren Bahnübergang Pumpenstraße zu verlagern.

Ein weiteres Thema, mit dem sich die Oppositionellen schon länger befassen, ist die Abschaffung der Straßenausbaubeiträge. Die UWG glaubt daran, dass ein Verzicht ohne Steuererhöhung zu finanzieren wäre, zudem entfalle der hohe Verwaltungsaufwand zu Berechnung und Erhebung der Anliegerbeiträge. Die UWG strebt nun eine Bürgerbefragung an, vergleichbar mit den Entwicklungen in Dinklage und Holdorf.

Ausbau der Kläranlage wird weiter kritisch gesehen

Weiterhin kritisch begleiten wollen die Unabhängigen die beschlossene Erweiterung der Kläranlage – dem voraussichtlich kostenintensivsten Projekt der kommenden Jahre. Aus ihrer Sicht sind immer noch Fragen zu den Ursachen der erhöhten Schmutzfrachten offen beziehungsweise von der Verwaltung unvollständig beantwortet worden. Die UWG kündigt an, Alternativlösungen vorzuschlagen.

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