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Kolde will kein Bürgermeister werden

Wer soll für die SPD ins Rennen ums Rathaus in Essen gehen?  Gefragt worden sei er bereits, sagt der SPD-Fraktionschef Detlev Kolde. Er lehnte ab. Nun seien die Jüngeren an der Reihe, sagt er.

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Noch kein Zweikampf ums Rathaus: Heiner Kreßmann ist bislang einziger Bewerber um das Bürgermeisteramt. Foto: Meyer

Noch kein Zweikampf ums Rathaus: Heiner Kreßmann ist bislang einziger Bewerber um das Bürgermeisteramt. Foto: Meyer

Die Essener SPD hat noch nicht darüber entschieden, ob sie zur Bürgermeisterwahl am 12. September mit einem eigenen Kandidaten oder einer Kandidatin antreten wird. Das bestätigte SPD-Unterbezirksvorsitzender Detelef Kolde. „Wir sind noch nicht soweit“, erklärte  er gegenüber OM Online und verwies auf eine ausstehende Mitgliederversammlung.

Wann und auf welche Weise diese stattfinden wird, steht ebenfalls nicht fest. Noch ist genügend Zeit. Spätestens im Juli müssen die Genossen entscheiden, ob sie einen Herausforderer für Amtsinhaber Heiner Kreßmann ins Rennen schicken werden. Im örtlichen SPD-Vorstand seien die Meinungen geteilt, berichtete Kolde, der auch Fraktionsvorsitzender ist. „Einige sind für einen eigenen Bewerber, andere möchten den Weg mit Kreßmann weitergehen.“

Kolde selbst schloss für sich eine erneute Kandidatur aus. Bei der Bürgermeisterwahl 2016 hatte der Sozialdemokrat überraschend gut abgeschnitten. Im ersten Wahlgang erreichte er 30 Prozent der Stimmen und verpasste die Stichwahl nur knapp. „Ich gehe auf die 60 zu, da wird es Zeit für jemand Jüngeren“, erklärte er seinen Verzicht.

Mit Verwunderung hat Kolde zur Kenntnis genommen, dass der CDU-Gemeindeverband bereits seine Unterstützung für den amtierenden Bürgermeister signalisiert hat. „Eigentlich wäre die CDU gefordert, einen eigenen Kandidaten zu stellen. Immerhin war Heiner Kreßmann ihr Fraktionsvorsitzender. Sein Austritt tat ihr weh.“

Kolde für Online-Sitzungen in Coronazeiten

Im Dezember hatte die SPD-Fraktion mit Hinweis auf den Lockdown ihre Teilnahme an einer Ratssitzung verweigert. Der jüngste Ausbruch mehrerer Corona-Fälle im Anschluss an eine interfraktionelle Sitzung in Bösel bestätige die damalige Einschätzung, sagte Kolde. Zwar nehmen die SPD-Politiker inzwischen wieder an Sitzungen teil. Das politische Leben müsse weitergehen, räumt der Fraktionschef ein. Den Böseler Fall bezeichnete er jedoch als „Weckruf“. So müssten Online-Sitzungen künftig auch in Essen möglich sein.

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