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Klinik Vechta/Lohne: Kreistag macht mit Resolution Druck

Die geplante Krankenhaus-Fusion soll die wohnortnahe medizinische Versorgung auf Jahrzehnte sichern. Das Land Niedersachsen entscheidet über eine Förderung.

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Kurze Wege ins Krankenhaus – das sind Südoldenburger gewohnt. Das Klinikum Vechta/Lohne soll wohnortnahe Versorgung auch zukünftig sichern. Foto: dpa 

Kurze Wege ins Krankenhaus – das sind Südoldenburger gewohnt. Das Klinikum Vechta/Lohne soll wohnortnahe Versorgung auch zukünftig sichern. Foto: dpa 

Der Vechtaer Kreistag will mit einer Resolution den Bau des Klinikums Vechta/Lohne forcieren. Für dieses Großprojekt am südlichen Stadtrand der Kreisstadt hat die katholische Schwester-Euthymia-Stiftung als Trägerin beider Häuser beim Land Niedersachsen 220 Millionen Euro Fördergelder beantragt. Die Vorsitzenden Sabine Meyer, Eckhard Knospe und Heiko Bertelt teilten am Freitag mit, dass ihre Fraktionen von CDU, SPD und FDP am Donnerstag in der nächsten Sitzung einen gemeinsamen Antrag zur Abstimmung stellen.

Danach unterstützt der Kreistag „das Ziel einer zukunftssicheren medizinischen Versorgung durch ein Zwei-Standorte-Konzept mit einem Klinikum Vechta/Lohne und dem Krankenhaus Damme“. Die heutigen Krankenhäuser in Vechta, Lohne und Damme kämen ihrem wohnortnahen Versorgungsauftrag seit Jahrzehnten erfolgreich nach, heißt es im Resolutionsentwurf. Der Landkreis weise eine der höchsten Eigenversorgungsquoten in Niedersachsen auf.

Der Landkreis Vechta zähle zu den demografisch wachstumsstärksten Regionen des Landes. Für die nächsten Jahre werde ein Wachstum im 2-stelligen Prozentbereich prognostiziert. Deshalb sei das Bemühen der 3 katholischen Kliniken – Marienhospital, Franziskushospital und Elisabeth-Krankenhaus – zu begrüßen, die Versorgung „gemeinsam und aus freien Stücken“ für die Zukunft neu zu strukturieren. Das geplante Klinikum Vechta/Lohne soll künftig Norden und Mitte des Landkreises versorgen, das Krankenhaus Damme den Süden.

Bau wirtschaftlich sinnvoll, weil Bevölkerung wächst 

Diese Struktur sei sowohl wirtschaftlich sinnvoll als auch wohnortnah, heißt es weiter im Resolutionsentwurf. Nur mit beiden Standorten werde es gelingen, für Jahrzehnte die stetig wachsende Bevölkerung auf modernem medizinischem Niveau zu versorgen. Diese Struktur werde es auch ermöglichen, dem Fachkräftemangel zu begegnen.

In außerordentlicher Geschlossenheit forderten die Unterzeichner eine positive Entscheidung des Landes für ein Klinikum Vechta/Lohne und eine weitere Förderung auch baulicher Maßnahmen in Damme ein.

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