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Klimaaktivisten: Viele Anmeldungen zu Sitzblockade-Trainings

Die Razzien gegen die Letzte Generation haben die Klimaaktivisten nicht abgeschreckt: Sie verzeichnen einen Zulauf an Interessierten für ihre Protestaktionen.

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Aktivisten der Letzten Generation während einer Straßenblockade.Foto: Paul Zinken / dpa

Aktivisten der Letzten Generation während einer Straßenblockade.Foto: Paul Zinken / dpa

Nach den Razzien gegen Mitglieder der Letzten Generation hat die Klimaschutzgruppe von Andrang auf Sitzblockade-Trainings berichtet. «Unzählige Menschen haben sich für nächste Woche zu Sitzblockade-Trainings angemeldet», hieß es in einem am Samstag veröffentlichten und an Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) gerichteten Offenen Brief der Aktivisten.

«Wir wünschen uns, dass es unseren Protest nicht mehr braucht. Dass Ihre Regierung verfassungsgemäß handelt. Dass all die neuen Menschen, die gerade zur Letzten Generation strömen, es nicht mehr als notwendig erachten, Sitzblockaden zu machen», schreibt die Letzte Generation weiter.

Die Gruppe hatte am Freitag mitgeteilt, vorerst auf Demonstrationen anstatt auf Straßenblockaden zu setzen. Für Mittwoch rief sie zur Teilnahme an bundesweiten Protestmärschen auf.

Kernforderung: Ende der Nutzung fossiler Brennstoffe bis 2030

Die Letzte Generation kündigte zugleich ein Ende ihres Protests an, sobald die Bundesregering einen sogenannten Gesellschaftsrat einberuft, der das Ende der Nutzung fossiler Brennstoffe in Deutschland bis 2030 planen soll - eine Kernforderung der Gruppe. Sie blockiert seit Anfang 2022 immer wieder große Straßen in vielen Städten. Mit ihrem Protest will die Gruppe klimapolitische Defizite anprangern - etwa mit Blick auf die immensen klimaschädlichen Emissionen des Autoverkehrs.

Polizei und Staatsanwaltschaft waren am Mittwoch mit einer Razzia gegen die Letzte Generation vorgegangen. Rund 170 Beamte durchsuchten 15 Wohnungen und Geschäftsräume in sieben Bundesländern, wie die Generalstaatsanwaltschaft München und das Bayerische Landeskriminalamt mitteilten. Der Tatvorwurf lautet auf Bildung beziehungsweise Unterstützung einer kriminellen Vereinigung. Die Aktivisten bestreiten, kriminell zu sein, obwohl mehrere bereits wegen Straftaten verurteilt wurden, teils sogar zu Haftstrafen. Die Razzia wurde von vielen Seiten als übertrieben kritisiert. Die Initiative beklagte, ihre Mitglieder fühlten sich wie «Schwerverbrecher behandelt».

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