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Kleinkinder wagen sich auf erstem Themenspielplatz auf hohe See

In Sevelten wurde der erste Themenspielplatz der Gemeinde Cappeln für 1- bis 5-Jährige freigegeben. Die Seefahrt ist an der Straße "Am Hornesch" als Motto gewählt worden.

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Schiff ahoi: Die Kinder hatten am Dienstag sichtlich ihren Spaß, den neuen Spielplatz zu erkunden. Foto: Vorwerk

Schiff ahoi: Die Kinder hatten am Dienstag sichtlich ihren Spaß, den neuen Spielplatz zu erkunden. Foto: Vorwerk

Im Sturm wurde der neue Kleinkinderspielplatz in Sevelten erobert, nachdem Bürgermeister Marcus Brinkmann ihn am Dienstag offiziell freigegeben hatte. Es ist der erste seiner Art in der Gemeinde Cappeln und wurde im Zuge des erstellten Spielplatzkonzeptes realisiert.

Das Gelände an der Straße „Am Hornesch“ war in die Jahre gekommen. 1990 wurde der Spielplatz angelegt, als dort die Neubauten entstanden sind und es entsprechend auch viel Nachwuchs gab. Der ist den Elternhäusern entwachsen und so war der Platz zusehends verwaist. Im Ranking für das Spielplatzkonzept, das einer Bachelorarbeit zugrunde liegt, landete das Areal sogar weit hinten, in etwa auf einer Höhe mit dem Spielplatz in Schwichteler. Auch dort gibt es Pläne für die Zukunft.

560 Quadratmeter wurden umgestaltet

Nach dem Westernspielplatz an der Weserstraße in Cappeln und dem Spielplatz am Dorfplatz ist der Sevelter Treffpunkt für die Jüngsten im Alter von 1 bis 5 Jahren die 3. nach einem Thema umgestaltete Parzelle. Die Zeichen stehen dort eindeutig auf Seefahrt. Auf kräftigen Federn ist ein Floß gebaut, das in der „Strömung“ wackelt. Ans Steuerrad geht es nur wenige Meter weiter auf einem Dampfer, durch dessen Bullaugen man ins Innere klettern kann. Über einen Flaschenzug wird die Ladung gelöscht und für einen Piratenschatz gibt es am Ende des 560 Quadratmeter großen Grundstücks eine Höhle. Verschiedene Schaukeln und ein Plätzchen für die beaufsichtigenden Eltern runden das Ensemble ab.

Budget von 25.000 Euro eingehalten

Ein Budget von 25.000 Euro stand zur Verfügung und der Rahmen wurde eingehalten. Zwar gibt es keine unmittelbare fußläufige Verbindung zum Neubaugebiet, Bürgermeister Brinkmann ist aber zuversichtlich, dass Eltern bereit sind, auch Wege in Kauf zu nehmen, wenn sich das Angebot lohnt. Für „Die kleinen Forscher“ aus der Kita war die Anreise im mehrsitzigen Bollerwagen, gezogen von zwei Erzieherinnen, eine recht bequeme Angelegenheit. Sie konnten es kaum erwarten, die Geräte zu inspizieren und getreu ihrem Gruppennamen spielerisch zu erforschen.

Nächstes Projekt startet in Schwichteler

Brinkmann wollte auf Nachfrage nicht ausschließen, dass es nur bei einem Kleinkinderspielplatz in der Gemeinde bleibt. Nachdem neben den Themenplätzen auch auf anderen Plätzen einige Spielgeräte ausgetauscht wurden, soll in Schwichteler das nächste größere Projekt in Angriff genommen werden. Dort ist man in der glücklichen Lage, dass die Erstellung mit Mitteln aus der Dorfentwicklung gefördert wird. Der detaillierte Zeitplan steht dort allerdings noch nicht fest.

Und Fristen sind nicht immer einzuhalten. „Am Hornesch“ hätten die Mädchen und Jungen bereits einige Wochen tollen und toben sollen, doch die Anbieter der Spielgeräte haben teilweise ungewohnt lange Lieferfristen, wie Friederike Effenberger aus dem Fachdienst Soziales, Schulen und Familien erklärte. Das Warten hat sich aber gelohnt, wie „Die kleinen Forscher“ bestätigten.

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