Das Nachrichtenportal vonMünsterländische Tageszeitung MT undOldenburgische Volkszeitung OV

Kita St. Nikolaus eröffnet Krippenanbau für 750.000 Euro

15 Kinder im Alter von ein bis 3 Jahren können in der Gruppe "Raupe Nimmersatt" betreut werden. In einer neuen Mensa können die Kleinsten jetzt gemütlich zu Mittag essen.

Artikel teilen:
Platz für Feuerwehr, Trecker und Einhörner: Im großzügigen Eingangsbereich der neuen Krippengruppe kann auch gerannt und gefahren werden. Foto: Ebert

Platz für Feuerwehr, Trecker und Einhörner: Im großzügigen Eingangsbereich der neuen Krippengruppe kann auch gerannt und gefahren werden. Foto: Ebert

Hell und freundlich sind die Räume, großzügig die Abmessungen, hochwertig das Mobiliar. Seit Anfang August tobt das Leben in der neuen Krippengruppe des Steinfelder Kindergartens St. Nikolaus. Sie hat den Namen "Raupe Nimmersatt" bekommen.

15 Plätze für die Kleinsten im Alter von ein bis 3 Jahren sind hier entstanden: Die Kinder können hier spielen, toben, schlafen. Im Gruppenraum lädt eine Kuschelecke zum Ausruhen ein; der Kletterturm will erklommen werden. Auch Puzzle, Bausteine und eine Kugelbahn freuen sich über die Aufmerksamkeit der Kinder - sofern diese an den warmen Sommertagen nicht den Spielplatz in Beschlag nehmen, gemeinsam mit den Kindern der schon länger bestehenden Krippengruppe "Spatzennest".

Wenn der Nachwuchs von all den Angeboten erschöpft ist, lädt ein separater und abgedunkelter Raum zum Schlafen ein. Und wenn der Magen knurrt, geht es in die zentrale Mensa, die jetzt zwischen den beiden Krippengruppen geschaffen wurde. Dort können die Kleinen auch unter gegenwärtigen Hygienebedingungen speisen. Auch die Küche ist erheblich erweitert worden. Damit die Krippenkinder auch mal bei der Zubereitung von Mahlzeiten helfen können, ist die Arbeitsplatte an einer Stelle deutlich abgesenkt worden. Kinder aus der Gruppe "Spatzennest" hatten dabei gewissermaßen Modell gestanden.

Haben sich ein Bild gemacht: Oliver Netzband (von rechts), Tanja Heidler (katholische Kirchengemeinde St. Johannes Baptist), Manuela Honkomp, Monika Fasthoff und Antje Pfitzner (Bauamt Gemeinde Steinfeld). Foto: Ebert
Hier gibts Futter: Die Mensa. Foto: Ebert
Alles bereit für ein Rennen: Fahrzeuge warten auf die Kinder. Foto: Ebert
Hier gibt es viel zu tun: Blick in den Krippenraum. Foto: Ebert
Für alles bereit: Im Bad gibt es kleine Toiletten, Wickelmöglichkeiten und, für alle Fälle, ein sehr großes Waschbecken. Foto: Ebert

Zurzeit läuft der Betrieb nur bis 13.30 Uhr. Monika Fasthoff, Leiterin des Kindergartens, kann sich angesichts der zunehmenden Berufstätigkeit von beiden Elternteilen der Steinfelder Kinder aber auch eine Ausweitung der Zeiten hin zu einem Ganztagsangebot vorstellen.

Als Fasthoff jetzt die neuen Räume Vertretern von Gemeinde und katholischer Kirche vorstellte, lobte sie die Zusammenarbeit mit den Verwaltungen und den Baufirmen. Bürgermeisterin Manuela Honkomp zeigte sich "froh über das gute Ergebnis". Mit Blick auf die Betreuungssituation in Steinfeld sagte sie: "Wir dürfen jetzt zufrieden sein", der gegenwärtige Bedarf an Betreuungsplätzen für die Kleinsten könne mit der neuen Krippengruppe gedeckt werden.

Auch wenn der Betrieb im Inneren schon seit Anfang August läuft: Im Außenbereich bleibt noch einiges zu tun: So soll die Krippe im Nordwesten noch eine Zufahrt bekommen, damit der separate Eingang zum Bereich für die Kleinsten unabhängig vom Haupteingang des Kindergartens genutzt werden kann. Außerdem sollen im nordwestlich und südwestlich an die Fenster angrenzenden Bereich die Pflanzen auf den Böschungen noch etwas beschnitten werden, damit mehr Licht in die neuen Räume fallen kann.

Mancher Handwerksbetrieb kann die Preise diktieren

Ein Wermutstropfen bleiben die hohen Baukosten: Etwa 750 .000 Euro musste die Gemeinde letztlich ausgeben, nachdem zu Beginn mit etwa 420.000 Euro kalkuliert worden war. Bürgermeisterin Honkomp räumt ein: "Das müssen wir uns ankreiden." Was sie meint, macht auch Oliver Netzband als Hauptamtsleiter und Erster Gemeinderat deutlich: Es sei Verwaltung und Politik erst zu spät aufgefallen, dass die ersten Kalkulationen nicht alle tatsächlichen Kosten beinhaltet hätten.

Doch noch ein anderer Umstand hätte die Kosten in die Höhe getrieben: Oft habe die Gemeinde für eine ausgeschriebene Leistung kein Angebot erhalten. Wenn dann nach vielen Anrufen ein Handwerksbetrieb doch ein Angebot abgegeben habe, habe die Gemeinde dieses wohl oder übel annehmen müssen. Auch dadurch sei es zu erheblichen Preissteigerungen gekommen, erklärt Netzband.

Hier klicken und om-online zum Start-Bildschirm hinzufügen

Kita St. Nikolaus eröffnet Krippenanbau für 750.000 Euro - OM online