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"Kita für alle": Ausschuss sieht Projekt positiv

Mitglieder einstimmig für die Planungen: Der Caritasverein Altenoythe möchte den Sprachheilkindergarten an der Bachstraße erweitern. Das jetzt geplante Kompetenzzentrum kommt gut an.

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In der Bachstraße: Der Sprachheilkindergaten soll erweitert werden zur Kita für alle mit Kompetenzzentrum. Foto: Hermes

In der Bachstraße: Der Sprachheilkindergaten soll erweitert werden zur Kita für alle mit Kompetenzzentrum. Foto: Hermes

Eine Erweiterung des Sprachheilkindergartens an der Bachstraße zur "Kita für alle" plant der Caritasverein Altenoythe. Das Konzept sieht die gemeinsame Betreuung von Kindern mit und ohne Beeinträchtigung vor.

Bernhard Hempen von der Bereichsleitung Kinder/Jugend stellte die Planungen im Cloppenburger Sozialausschuss vor: „Es war ein langer Prozess mit vielen Treffen. Nun ist auch ein Kompetenzzentrum vorgesehen.“ Der Caritasverein plane, weitere Kindergärten im Kreisgebiet umzuwandeln und Gruppen einzurichten, um ein möglichst ortsnahes Angebot zu schaffen.

Allen Kindern soll mit diesen Planungen soziale Teilhabe und Chancengleichheit ermöglicht werden. Auch im Hinblick zum Übergang in die Schule sei ein gemeinsamer Betrieb positiv.

Einrichtung öffnet sich für Regelbereich

Aktuell werden im Sprachheilkindergarten eine heilpädagogische Gruppe sowie drei Gruppen mit Schwerpunkt Sprachpädagogik betreut. Zusätzlich schlägt der Caritasverein vor, zwei weitere Kindergartengruppen und eine Krippengruppe einzurichten. Somit würde sich der Sprachheilkindergarten für den Regelbereich öffnen und es könnte ein Kompetenzzentrum mit Frühförderung, familienentlastendem Dienst und Logopädie entstehen.

Die Kosten für den Um- und Neubau liegen bei 1,18 Millionen Euro. An Zuweisungen vom Land Niedersachsen und dem Landkreis Cloppenburg seien in etwa 612.000 Euro einzuplanen. Somit bleiben für die Stadt 568.000 Euro. Hinzu komme der jährliche Betriebsaufwand der drei Gruppen in Höhe von rund 220.000 Euro. Der Verein selbst beteiligt sich an den Investitionskosten, indem er das Grundstück und einen Teil des Bestandsgebäudes kostenlos zur Verfügung stellt.

Ausschussmitglieder sind sich einig

Die ersten Kontakte zwischen Verein und Stadt gab es bereits Ende 2016. Nach verschiedenen verhandlungen seien die Planungen jetzt fertig. "Wir betreten hier Neuland und schaffen ein besonderes Angebot", erklärte Stadträtin Petra Gerlach.

"Das ist eine ganz tolle Sache", erklärte Olaf Vocks (CDU), der selbst seinen Zivildienst im Sprachheilkindergarten absolviert hat. Es habe schon viele Versuche an dem Standort gegeben. Auch Jutta Klaus von der UWG sprach von einem "vorbildlichen Konzept". Stefan Riesenbeck (SPD) sah einen großen Schritt in Richtung Inklusion. Schließlich sprachen sich die Ausschussmitglieder einstimmig für die Planungen aus.

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