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Kirchen in Niedersachsen halten an Ostergottesdiensten fest

Katholische und evangelische Kirchenvertreter äußern sich "irritiert" darüber, erst aus den Medien zu erfahren, dass sie nur digitale Gottesdienste am höchsten Fest der Christenheit abhalten sollen.

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Analog oder digital? Ob und in welcher Form es Ostergottesdienste geben wird, ist noch unklar. Die Kirchen in Niedersachsen aber wollen mit Gläubigen feiern. Foto: Ebert

Analog oder digital? Ob und in welcher Form es Ostergottesdienste geben wird, ist noch unklar. Die Kirchen in Niedersachsen aber wollen mit Gläubigen feiern. Foto: Ebert

Die großen christlichen Kirchen in Niedersachsen wollen an Präsenzgottesdiensten zum Osterfest festhalten. Das geht aus einem am späten Dienstagabend veröffentlichten Schreiben hervor, das vom Katholischen Büro Niedersachsen sowie der Konföderation evangelischer Kirchen in Niedersachsen unterzeichnet ist. 

Darin schreiben die Kirchenvertreter, sie seien "irritiert darüber, aus den Medien erfahren zu müssen, dass die Kirchen gebeten sind, von Gründonnerstag bis Ostermontag ausschließlich digitale Gottesdienste zu halten". Hintergrund sind die neuesten Corona-Beschlüsse von Bund und Ländern, in denen es heißt, Glaubensgemeinschaften sollten ersucht werden, auf Präsenzgottesdienste zu verzichten.

Die konkrete Ausgestaltung soll den Kirchen überlassen werden

Zwar verzichtet das Dokument der Kirchen auf eine letzte Festlegung darauf, ob Ostergottesdienste stattfinden sollen oder nicht. Es  heißt aber: Es sei das Ziel, "im Rahmen der bisherigen Regelungen der niedersächsischen Corona-Verordnung auch über Ostern Gottes-dienste sowohl präsentisch als auch digital zu feiern". Sprich: Normale Gottesdienste sollen nach Möglichkeit am höchsten Fest des Christentums stattfinden können.

Zugleich betonen die Kirchenleute, dass sie "Wert darauf" legten, dass die "Wahl der Formate und die konkrete Ausgestaltung" von Gottesdiensten in der "Eigenverantwortung der Kirchen" verbleibe. Das Infektionsgeschehen vor Ort solle berücksichtigt werden und das "einvernehmliche Gespräch" mit den Kommunen gesucht werden.

Das Papier betont auch, dass sich die "sehr detaillierten Hygienekonzepte" bewährt hätten. Die Kirchenvertreter wollen ein, wie es heißt, von der Landesregierung angebotenes Gespräch annehmen. Dabei solle versucht werden, "zu einer einvernehmlichen Lösung zu kommen", heißt es.

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