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Keine Überraschung

Thema: Fristverlängerung für Volksfeste - In Zeiten von Corona ist es manchmal ratsam, einen einheitliche Föderalismus anzustreben. So auch bei Großveranstaltungen.

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Kaum jemand hat damit gerechnet, dass ab dem 1. September große Volksfeste oder Konzerte mit vielen tausend Besuchern wieder möglich sind. Insofern ist die geplante Verlängerung der Frist bis in den Herbst hinein keine Überraschung. Wir können im Kampf gegen die Pandemie erfreuliche Ergebnisse vorweisen, wir sollten den Erfolg nicht durch Leichtsinnigkeit aufs Spiel setzen.

Völlig abgesehen davon, dass fast alle Veranstaltungen auch im September und darüber hinaus sowieso schon abgesagt sind. In den Sternen steht deswegen leider auch die Durchführung der Weihnachtsmärkte: Ich kann mir momentan keine dichtgedrängten Massen vor den Glühweinbuden vorstellen.

Einen "föderaler Flickenteppich", wie Bayerns Regierungschef Markus Söder bereits mehrmals betonte, soll es nicht geben. Ein frommer Wunsch, der im Länder-Wettbewerb der Lockerungen nicht gänzlich erfüllt wurde. Verständlicherweise: Es ist richtig, auch regional zu denken und zu reagieren. Maßnahmen können so abhängig vom Infektionsgeschehen vor Ort umgesetzt werden. So lässt sich die Gefahr eines zweiten Lockdowns reduzieren. Dennoch sollten grundsätzliche Verordnungen bundesweit gelten, um einer noch größeren Verwirrung vorzubeugen. Dazu gehören aktuell die Maskenpflicht und die Abstandsregel, die in allen Bundesländern gleichermaßen gelten. Auch die Vorgaben für die Organisation von Großveranstaltungen fallen in diese Kategorie, eine einheitliche Regelung ist sinnvoll. Grundsätzlich gilt: Wenn Bund und Länder einen gemeinsamen Weg beschließen, sollten sie ihn auch gemeinsam gehen.

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