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Keine flächendeckenden Schulschließungen: eine voreilige Ansage!

Thema: Bildungsministerin will keine erneuten Schulschließungen – Es ist unser aller Ziel, möglichst ohne Einschränkungen durch den Winter zu kommen. Populistische Vorstöße sind dabei fehl am Platze.

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"Es darf keine flächendeckenden Schulschließungen mehr geben.“ Dieser Satz aus dem Mund von Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger dürfte bei zahlreichen Schülern und Eltern für zustimmendes Kopfnicken sorgen. Das ist einerseits nachvollziehbar: So spannend die neue Erfahrung Homeschooling zu Beginn der Corona-Pandemie auch gewesen sein mag – nach kurzer Zeit entpuppte sich das Konzept für alle Beteiligten als zähe Qual.

Fehlende soziale Kontakte drohten, zur Vereinsamung von Kindern zu führen. Studien offenbarten weitere Folgen, etwa dass Viertklässler im Bereich der Lesekompetenz einen Rückstand von bis zu 6 Monaten aufstauten. Diese und weitere Konsequenzen mögen Grund genug sein, gegen abermalige, flächendeckende Schulschließungen zu sein.

Niemand kann die Lage in Herbst und Winter absehen

Gleichwohl: Dass die Bundesbildungsministerin diese Ultima Ratio nun öffentlich ausschließt, ist ein populistischer wie gewagter Vorstoß. Denn niemand weiß, wie sich die Pandemie im Herbst und Winter entwickelt, wo wir den Anstieg der Zahlen doch bereits dieser Tage im Sommer registrieren. Wie soll das Motto dann lauten? „Steckt euch halt fröhlich untereinander an – Hauptsache, die Schulen bleiben offen!“? Sollen Lehrkräfte gezwungen werden, in einer Hochphase der Pandemie vor 24 Jugendlichen zu stehen, von denen ein Viertel womöglich gerade das Virus durch den Raum bläst?

Die Bundesbildungsministerin macht es sich mit ihrer voreiligen Ansage zu einfach und erhascht auf diese Weise billigen Applaus. Ausbaden müssen das später andere.

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