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Kaum Spielraum bei Kindergartenplätzen in Steinfeld

Gemeinde Steinfeld treibt den Neubau eines Kindergartens voran. Es werde damit gerechnet, dass die Einwohnerzahl weiter steigt.

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Betreuung für die Jüngsten: Der Bedarf an Kindergarten- und Krippenplätzen steigt in Steinfeld.    Symbolfoto: dpa / Kahnert

Betreuung für die Jüngsten: Der Bedarf an Kindergarten- und Krippenplätzen steigt in Steinfeld.    Symbolfoto: dpa / Kahnert

Einstimmig haben die Mitglieder des Steinfelder Familien-, Kultur- und Sportausschusses während ihrer jüngsten Sitzung der Haushaltsplanung 2022 zugestimmt. Zuvor hatte Oliver Netzband, Erster Gemeinderat und Leiter des Hauptamtes, sein umfangreiches Zahlenwerk vorgestellt.

Allein 1.920.819 Euro werde die Gemeinde für die Kindergärten St. Nikolaus, St. Marien, St. Antonius sowie für die Krippe und den Kindergarten des Andreaswerkes aufwenden. Im Vorjahr seien das noch fast 7000 Euro mehr gewesen, legte Netzband vor.

Sorgen bereitet der Gemeinde die Situation rund um die Kindergartenplätze. "Hier sind aktuell alle 386 vorhandenen Ü3-Plätze belegt, lediglich Mühlen hat noch ein bisschen Luft", informierte der Erste Gemeinderat. Die Gemeinde verfüge über Ganztags-, Integrations-, Regel-, Außen- und altersübergreifende Gruppen sowie das Max-Kolbe-Haus. Die Zahl der Krippenplätze bezifferte der Hauptamtsleiter auf 104. In diesem Zusammenhang informierte Sabine Wüst, Leiterin des Kindergartens St. Marien und neues Mitglied des Ausschusses, darüber, dass sie "ständig neue Anmeldungen" zu verzeichnen habe und es bereits jetzt Vormerkungen für den 1. Januar und sogar schon für den 1. August 2022 gebe.

Netzband: Es werden immer mehr Einwohner dazukommen

Zum aktuellen Sachstand der Kindertagesstätten in der Gemeinde Steinfeld führte Netzband an, dass sowohl die Einwohnerzahl als auch die Geburtenzahlen moderat stiegen. Anzunehmen sei, dass dieser Trend durch die Ausweisung von 3, 4 neuen Baugebieten in der Gemeinde Steinfeld weiter anhalten werde, prophezeite er.

"Politik und Verwaltung streben daher den Neubau eines Kindergartens voran", so der Erste Gemeinderat. Aktuell beteilige sich Steinfeld dazu bei dem europaweiten Verfahren nach der sogenannten Vergabeverordnung. Ein Auswahlgremium sei bereits gegründet und mit der GVP infraconsult GmbH in Bremen ein kompetenter Berater gefunden, da dieses Verfahren "sehr kompliziert" sei, so Netzband.

Nachdem das Freibad nun geschlossen wurde, werde ab dem 28. September 2021 nach der 3G-Regelung das Hallenbad wieder eröffnet, so die Mitteilung der Verwaltung.

Ein Waldspielplatz wurde vorgeschlagen

Ausschussvorsitzende Jutta Arkenberg regte an, über einen Waldspielplatz – "ähnlich den Spielplätzen 'Im Südwäldchen' und 'Sagenwald' auf der Urlaubsinsel Sylt" – in der Schemder Bergmark nachzudenken.

Als "erfreulich" bezeichnete der Hauptamtsleiter den Umstand, dass die Gemeinde ihre Einnahmen über den sogenannten Betriebskostenzuschuss des Landkreises Vechta von 492.250 Euro im letzten Jahr auf 832.000 Euro im Jahr 2022 steigern konnte, sodass sich das Defizit der Gemeinde in der Summe um rund 400.000 Euro auf nun 1.088.819 Euro netto verringere.

Bürgermeisterin Honkomp betonte an dieser Stelle in ihrem Dank an den Landkreis Vechta ausdrücklich, dass diese Zuschüsse den Kommunen eine Hilfe seien.

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