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Kardinal Woelkis PR-Kampagne zu Missbrauchsopfern zeigt: Die Arroganz der Kirche bleibt

Thema: Woelkis Umgang mit Betroffenen – Der Umgang des Kardinals mit den Missbrauchsopfern ist desaströs. Die Kirche muss endlich Konsequenzen ziehen. Sonst gibt es von Demut keine Spur mehr.

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Den Schein wahren – und im Endeffekt nur scheinheilig sein: So lässt sich das Verhalten von Kardinal Rainer Maria Woelki mit Blick auf die PR-Kampagne zu dem Umgang mit Missbrauchsbetroffenen und dem zunächst unter Verschluss gehaltenem Bericht zusammenfassen.

Die umstrittene Geistliche steht mal wieder im Mittelpunkt – dabei geht es nicht nur um die Kritik an seiner Person und den Umgang mit Missbrauchsopfern der katholischen Kirche, sondern vornehmlich um seinen Ruf und seine Stellung.

Denn die Fakten legen nahe: Woelki hat vornehmlich nichts für die Missbrauchsopfer in der katholischen Kirche getan, sondern nur versucht, den unschuldigen Schein der Kirche zu wahren. Deshalb ist es mehr als verständlich, dass ihm vorgeworfen wird, einen „erneuten Missbrauch von Missbrauchsopfern“ in einem perfiden „Drehbuch“ geschrieben zu haben beziehungsweise schreiben haben zu lassen.

"Die Obersten müssen Signale senden, damit ihnen die Kirchengläubigen noch Glauben schenken, dass sie ernsthaftes Interesse an der Aufarbeitung haben."Max Meyer

820.000 Euro hat der Kardinal ausgegeben, um sich in Sachen PR beraten zu lassen – wobei die Kirche selbst eine große Medienabteilung hat. Wer da noch glaubt, es gehe dem scheinheiligen Woelki noch um die Sache an sich, dem ist nicht mehr zu helfen.

Die Kirche schafft sich ab. Stück für Stück. An dem Negativtrend wird sich nichts ändern, wenn Personen wie Woelki nicht entlassen werden. Die Obersten müssen Signale senden, damit ihnen die Kirchengläubigen noch Glauben schenken, dass sie ernsthaftes Interesse an der Aufarbeitung haben. Danach sieht es allerdings nicht aus. Von Demut keine Spur. Die Arroganz der Kirche bleibt.

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