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Kandidaten für Gemeinderatswahl stehen bei CDU, FDP und IGG in Goldenstedt fest

Die Union wirbt "weiblicher und jünger" geworden zu sein. Die SPD will am Donnerstag (22. April) ihre Liste schreiben. Bündnis 90/Die Grünen berät sich im Mai.

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Die Parteien benennen derzeit ihre Kandidaten für die Kommunalwahl im September 2021. Foto: S. Boning

Die Parteien benennen derzeit ihre Kandidaten für die Kommunalwahl im September 2021. Foto: S. Boning

Am 12. September haben die Goldenstedterinnen und Goldenstedter die Wahl. Sie können die Mitglieder ihres Gemeinderates bestimmen. Die CDU stellt derzeit mit 14 Ratsmitgliedern die Mehrheitsfraktion und präsentiert jetzt ihre Kandidatenliste für die Kommunalwahl im September. Für den Gemeinderat stehen 22 Namen auf der Liste. Die sei „weiblicher und jünger“geworden, versichern die Unions-Vertreter.

Mit Heribert Kolhoff, Rudolf Aumann, Stefan Kock, Stefan Willems und Jacqueline Lüsse treten 5 amtierende Ratsmitglieder nicht wieder an. Zur Wahl im September stehen Otto Themann, Elisabeth Wübbeler, Martin Meyer, Inka Garling, Dietrich Tangemann, Sandra Ortmann-Hoping, Philipp Riesenbeck, Kathrin Möhlmann, Jörn Hasenbeck, Dirk Witte, Alexandra Seidel, Reiner Klein, Stefan Holtvogt, Frank Schneiders, Christoph Kossen, Werner Olschewski, Hans Böging, Marco Kröger, Dirk Kallage, Lina Schillmöller, Ralph Muhle und Martina Mucker.

Wichtige Themen für die Partei waren in der laufenden Legislaturperiode laut eigener Aussage die Bildung, konkret die Erweiterung der 3 Grundschulen und die Digitalisierung aller Schule, die Schaffung bezahlbaren Wohnraums, die Ortskernsanierung sowie der Kauf diverser Fahrzeuge für die beiden Feuerwehren. Daneben gebe es "Erfolge" im Vereinswesen, im Naturschutz und der Altenpflege. Für die nächste  Legislaturperiode möchte die CDU die Digitalisierung ausweiten, Wirtschaft, Natur und Landwirtschaft in Einklang bringen, die interkommunale Zusammenarbeit ausweiten und durch eine Innenstadtförderung einem Ladenleerstand entgegenwirken.

Auch die FDP und die Interessengemeinschaft für eine sinnvolle Gemeindegestaltung in Goldenstedt (IGG) haben bereits ihre Listen aufgestellt. Bei der IGG, welche derzeit mit 4 Mitgliedern die zweitstärkste Fraktion ist, werden mit Dieter Rohnstock, Christiane Lehmkuhl, Maria Böckmann, Hedwig Bruns, Rita Gelhaus, Martin Kröger, Vera Willgosch, Dr. Elisabeth Aka, Beate von Döllen, Peter Wilkens, Annette Wilke, Dr. Georg Bruns sowie Björn Haust inzwischen 13 Kandidaten auf dem Wahlzettel stehen. Anne Scheele wird nicht erneut für den Gemeinderat kandidieren.

Wichtige Themen waren laut IGG die Einstellung der Klima- und Naturschutzmanagerin auf Antrag der IGG, die Gründung der Arbeitsgruppe "Goldenstedt 2030“, die "maßgebliche" Beteiligung an der Verhinderung einer geplanten Gülleaufbereitungsanlage in Varenesch und die Förderung des Jugendparlaments. Das zentrale Anliegen der IGG sei Goldenstedt zu einer nachhaltigen Gemeinde weiterzuentwickeln. Wichtige Eckpfeiler seien dabei der Erhalt von Natur und Landschaft, eine nachhaltige Energie-, Klima- und Wirtschaftspolitik, die Verbesserung der Mobilität und die Unterstützung von sozial Schwächeren sowie die Förderung der Bildungsangebote.

Peter Wilkens, Christiane Lehmkuhl, Dr. Elisabeth Aka, Beate von Döllen, Hedwig Bruns, Dr. Georg Bruns, Martin Kröger, Dieter Rohnstock, Annette Wilke, Maria Böckmann, Rita Gelhaus, Vera Willgosch und Björn Haust. Foto: IGGbrPeter Wilkens, Christiane Lehmkuhl, Dr. Elisabeth Aka, Beate von Döllen, Hedwig Bruns, Dr. Georg Bruns, Martin Kröger, Dieter Rohnstock, Annette Wilke, Maria Böckmann, Rita Gelhaus, Vera Willgosch und Björn Haust. Foto: IGG

Auf der FDP-Kandidatenliste stehen neben den jetzigen FDP-Ratsmitgliedern Peter Schaumlöffel und Heinrich Niemann mit Marion Dasy, Claudia Dammann, Anne Frilling, Claudia Kossen, Uwe Drechsler und Adrian Steltenpohl insgesamt 8 Namen. „Damit haben wir zunächst unser Ziel erreicht, eine Liste aufzustellen, die das gesamte gesellschaftliche Spektrum in der Gemeinde Goldenstedt widerspiegelt“, sagt der Goldenstedter FDP-Vorsitzende Peter Schaumlöffel. Die Ausweisung von Gewerbe- und Wohngebieten, mehr Tempo bei der Ortskernsanierung und verkehrsberuhigende Maßnahmen, die Stärkung der bäuerlichen Familienbetriebe, die Errichtung eines naturnahen Abenteuerspielplatzes im gemeindeeigenen Waldbestand beim Mehrgenerationenpark sowie solide Finanzen seien wichtige Themen für die kommende Legislaturperiode. Für parteilose Bürger gebe es die Möglichkeit, auf der FDP-Liste für den Gemeinderat zu kandidieren.

Auf Listen von FDP- und SPD können auch parteilose Kandidaten antreten

Diese Möglichkeit gibt es laut Kurt Reinemann auch bei der SPD. Interessierte sollten einfach den Kontakt zu den Parteien suchen. Die SPD will ihre Kandidatenliste an diesem Donnerstag (22. April) aufstellen. Neben Reinemann selbst wird auch Hans-Georg Lück erneut antreten. Darüber hinaus hat sich Oliver Heseding bereit erklärt. Es würden darüber hinaus weitere Kandidaten hinzukommen, sagt Kurt Reinemann.

Er nennt als wichtigste Punkte aus der laufenden Legislaturperiode die soliden Finanzen, die Investitionen im Bildungsbereich, die Infrastrukturmaßnahmen im Zuge der Ortskernsanierung und dass die Bedingungen, unter denen Bauwillige ihre Grundstücke erworben haben, bestehen bleiben. Das gelte auch für die nächste Legislaturperiode. Daneben strebe die SPD einen Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) an. Gut wäre etwa, in den Nahverkehrsverbund Bremen/Niedersachsen aufgenommen zu werden. Auch müsse es mehr bezahlbaren Wohnraum in der Gemeinde geben, finden die Sozialdemokraten.

Antonius Meyer will  erneut für die Partei „Bündnis 90 / Die Grünen“ in den Gemeinderat einziehen. Neben ihm möchte auch Fabian Lübberink antreten. Darüber entscheide eine Aufstellungsversammlung im Mai, berichtet Annette Hanken, die Vorsitzende des Kreisverbandes von Bündnis 90 / Die Grünen. Antonius Meyer will sich weiterhin für den Klimaschutz einsetzen. Ein weiterer Schwerpunkt sei der Grundwasserschutz. Als ein Erfolg seiner Politik im Gemeinderat sieht er die Schaffung einer Stelle im Rathaus, die sich mit Klima- und Naturschutz beschäftigt.

Ralf Fennig von der AfD war für  eine Stellungnahme nicht erreichbar.

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