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Kanalsanierung wird günstiger als erwartet

Das Rohrnetz für das Regenwasser an der Gartenstraße in Damme muss erneuert werden. Jetzt liegen die Ausschreibungsergebnisse vor.

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Auf einer Länge von etwa 300 Metern ist der Gehweg entlang der Gartenstraße gesperrt. Der Grund sind Defekte in der Regenwasserkanalisation. Foto: Lammert

Auf einer Länge von etwa 300 Metern ist der Gehweg entlang der Gartenstraße gesperrt. Der Grund sind Defekte in der Regenwasserkanalisation. Foto: Lammert

Die Mitteilung der Verwaltung, dass ein Projekt günstiger wird als veranschlagt, kommt nicht allzu häufig vor. Deshalb gab es bei der Sitzung des Grundstücks- und Straßenbauausschusses im Dammer Rathaus unter der Leitung Bernd Tepes (CDU) frohe Gesichter zu sehen, als es um die Sanierung der Regenkanalisation an der Gartenstraße zwischen der Hunteburger Straße und der Osterdammer Straße ging.

Statt angenommener 500.000 Euro bei der günstigsten Variante hat die Ausschreibung des Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverbandes, der ebenso wie für die Abwasser- auch für die Regenwasserbeseitigung zuständig ist, je nach Ausbauvariante der Fahrbahn Kosten von 330.000 bis 440.000 Euro ergeben.

Ausschuss empfiehlt teuerste Variante 

Der Ausschuss empfahl dem Verwaltungsausschuss, der das letzte Wort hat, die teuerste Variante in Auftrag zu geben. Sie sieht vor, im Zuge der Sanierung der Kanalisation den Unterbau der Straße komplett erneuern zu lassen – und nicht nur im Bereich der neu verlegten Rohre. Rolf Mähler, Leiter des Fachbereichs Planen und Bauen, sagte, wenn nur ein Teil des Unterbaus erneuert würde, drohten bereits nach zwei Jahren erste Risse in der Fahrbahndecke.

Überhaupt nicht infrage kam für den Ausschuss die Variante, nach der Verlegung der Kanalrohre die Fahrbahn nur in dem Bereich dieser Arbeiten zu erneuern. Und auch die andere Variante, nach den Kanalarbeiten teilweise auf dem neuen, aber teilweise auch auf dem alten Unterbau die Fahrbandecke zu erneuern, war wegen der Gefahr der Rissbildung kein Thema.

Arbeiten könnten noch in diesem Jahr beginnen 

Rolf Mähler erklärte zum möglichen Beginn der Arbeiten, er werde noch in diesem Jahr erfolgen. Der Regenkanal ist auf einer Länge von etwa 300 Metern so defekt, dass die Rohre komplett erneuert werden müssen. Das hatte eine Untersuchung ergeben, nachdem Ende des vergangenen Jahres ein Stück des Gehweges an der Nordseite der Gartenstraße abgesackt war. Nach Verwaltungsangaben ist jetzt geplant, im Zuge der Sanierung die Kanalisation in den Bereich "Gehweg" zu verlegen.

Wie es mit einer möglichen Aufpflasterung im Bereich der Einmündung der Waldstraße auf die Holdorfer Straße in der Glückauf weitergeht, ist nach der Ausschusssitzung offen. Die Politiker sprachen sich dafür aus, dass die Verwaltung die Kosten für eine durch eine Fachfirma erstellte Aufpflasterung ermittelt.

Anwohner müssen Aufpflasterung selbst zahlen 

Anwohner hatten sich aus Gründen der Verkehrsberuhigung für eine solche Aufpflasterung ausgesprochen. 34 Anwohner der Straße haben nach Angaben des Ordnungsamtsleiters Andreas Herzog einen entsprechenden Antrag unterschrieben. Nach ihren Recherchen würde eine von einer Fachfirma gebaute Aufpflasterung 15.000 bis 20.000 Euro kosten. Das erscheint den Anwohnern, die die Kosten selbst tragen müssten, zu viel. Alternativ hatten sie sich auch schon nach Schwellen erkundigt. Die wolle die Verwaltung aber nicht gerne, sagte Bürgermeister Gerd Muhle. Trotzdem sind Schwellen in der Theorie denkbar, wie der Ausschuss deutlich machte. Die Priorität soll aber eine Aufpflasterung haben, hieß es.

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