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Kampflos will keiner Varnhorn ziehen lassen

Am weitesten lehnt sich die SPD aus dem Rathaus-Fenster: Es werde „auf jeden Fall“ eine Gegenkandidatur um das Bürgermeisteramt geben, garantiert SPD-Sprecher Jan Oskar Höffmann.

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Wahl im September 2021: Die kleineren Parteien in Cloppenburg suchen nach einer Alternative zum CDU-Bewerber um das Bürgermeisteramt, Neidhard Varnhorn.   Symbolfoto: Bernd Weissbrod/dpa 

Wahl im September 2021: Die kleineren Parteien in Cloppenburg suchen nach einer Alternative zum CDU-Bewerber um das Bürgermeisteramt, Neidhard Varnhorn.   Symbolfoto: Bernd Weissbrod/dpa 

Die gemeinsame Suche von SPD, Grünen und Unabhängigen nach einer Alternative für das Bürgermeisteramt in Cloppenburg hat zwar (noch) zu keinem greifbaren Ergebnis geführt. Doch alle Fraktionssprecher(innen) geben sich zuversichtlich: Einen „Sololauf“ des früh präsentierten CDU-Bewerbers Neidhard Varnhorn soll und wird es nicht geben.

„Es wird auf jeden Fall eine Gegenkandidatur geben“, betonte SPD-Sprecher Jan Oskar Höffmann: „Das kann ich garantieren.“ Der Fraktionschef schließt zugleich einen „Verlegenheitskandidaten“ aus den eigenen Reihen aus. In einer solchen Situation war vor sechs Jahren der SPD-Ratsherr Stefan Riesenbeck gegen Bürgermeister Wiese angetreten und hatte den Amtsinhaber mit über 47 Prozent der Stimmen an den Rand einer Niederlage geführt. Doch diesmal sehen die Vorzeichen anders aus.

Absagen gehören dazu: Jutta Klaus (UWG) bleibt gelassen.   Foto: Kreke Absagen gehören dazu: Jutta Klaus (UWG) bleibt gelassen.   Foto: Kreke 

Gegen den fachlich renommierten Kreisrat setzen die kleineren Fraktionen im Rathaus auf eine überparteiliche Alternative. „Damit hätten wir die größten Chancen“, meint Fraktionschef Michael Jäger (Bündnis‘90/Grüne), weil die Person aus dem „Schubladendenken“ der Parteizugehörigkeit herausfiele.

Aussagen aus den SPD-Reihen, dass die Sozialdemokraten bereits eine Anwärterin gefunden haben, wollten weder Höffmann noch die anderen Fraktionensprecher(innen) bestätigen. Alle Seiten betonen die Vertraulichkeit der Gespräche. Immerhin bestätigte Jäger, dass es konkrete Vorstellungstermine diese und nächste Woche mit möglichen Kandidaten gibt. Sollte es zu einer Verständigung mit den Parteispitzen kommen, müssten ohnehin die Parteigliederungen noch über die Personalauswahl abstimmen.

Verspricht eine Alternative: Jan Oskar Höffmann (SPD).    Foto: HöffmannVerspricht eine Alternative: Jan Oskar Höffmann (SPD).    Foto: Höffmann

Von der raschen CDU-Entscheidung für Varnhorn wollen sich alle drei Parteien nicht unter Druck setzen lassen. „Wir nehmen uns die Zeit, in Ruhe zu schauen und zu entscheiden“, betonte Jäger. Eine Auswahl bis zum Jahresanfang reiche völlig aus. Gewählt werden der neue Bürgermeister/die Bürgermeisterin und der Stadtrat im September 2021. „Bislang läuft alles nach Plan“, meint Höffmann zum Ablauf der Suche. Dass unterdessen auch angefragte Kandidaten absagen, gehört für Jutta Klaus dazu. Höffmann betonte, es gebe nach wie vor „durchaus interessierte Persönlichkeiten“ für das Bürgermeisteramt.

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