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Junge Leute informieren sich über Politik

Bei der ersten Diskussions- und Gesprächsrunde in der Reihe „Politische Themenabende“ glänzen die Initiatoren mit politischem Fachwissen. Zweck der Veranstaltung: junge Menschen zum Wählen animieren.

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Einführung in Politik-Basics: Das Amt des Bürgermeisters (hier Cloppenburgs Dr. Wolfgang Wiese) brachte Sönke Baumdick (rechts) den Teilnehmern näher. Foto: Passmann

Einführung in Politik-Basics: Das Amt des Bürgermeisters (hier Cloppenburgs Dr. Wolfgang Wiese) brachte Sönke Baumdick (rechts) den Teilnehmern näher. Foto: Passmann

Mit 18 Teilnehmern fiel die Resonanz zum Auftakt der 4-teiligen Diskussions- und Gesprächsrunde in der Reihe „Politische Themenabende“ des Bildungswerkes Friesoythe am Donnerstagabend für die Organisatoren recht erfreulich aus. Die Veranstaltung fand über die Videokonferenz-Plattform Zoom statt, um den jungen Menschen im ganzen Landkreis die Möglichkeit zu geben, teilzunehmen.

Dabei wollen die Initiatoren Malin Knelangen (Junge Union), Paul Lanwer (Junge Liberale) und Sönke Baumdick (Jungsozialisten) gerade junge Menschen dazu animieren, bei den Kommunal- und Bundestagswahlen am 12. und 26. September von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen. Und das gelang den jungen Menschen mit politischem Fachwissen. Warum soll ich wählen? Bringt meine Stimme überhaupt etwas? Meine Stimme zählt doch nichts? Diese und ähnliche Fragen wurden den Teilnehmenden insbesondere von Lanwer und Baumdick klar und fachmännisch beantwortet. „'Oh Schreck, ich muss wählen' hört man oft“, steigt Lanwer in die Thematik ein. Aber so schrecklich sei es gar nicht. „Es ist ein Privileg, überhaupt wählen zu dürfen, und davon muss man Gebrauch machen. Wer nicht zur Wahlurne schreitet, darf hinterher nicht meckern“, meinte der 19-Jährige.

Die Aussage „Meine Stimme zählt eh nicht“ sei Quatsch. Jede Stimme bringe etwas und zähle auch. Letztlich kann auch eine einzelne Stimme entscheidend sein. Demokratie sei kein Selbstläufer und Wahlen gehörten zum demokratischen Grundverständnis. Gerade die junge Generation sei im Bundestag relativ schwach vertreten.

„Die Wahlen sind besonders für junge Leute wichtig, denn es stehen viele Themen an, die unsere Lebensplanung beeinflussen werden.“ Paul Lanwer (Junge Liberale)

2021 ist ein Superwahljahr mit einer neuen Bundeskanzlerin oder Bundeskanzler, merkt Lanwer an. „Die Wahlen sind besonders für junge Leute wichtig, denn es stehen viele Themen an, die unsere Lebensplanung beeinflussen werden“, sagt Lanwer, der bei den Jungen Liberalen aktiv ist. Demokratie, De-Karbonisierung (also die Abkehr von Kohle, Öl und Gas), Digitalisierung und Demografie im Sinne einer überalterten Gesellschaft sieht er als besondere Herausforderungen, denen die junge Generation gegenübersteht. Vieles funktioniere nicht. So sei die Digitalisierung in einer Schieflage. Renten müssten im Alter gesichert sein.

Sönke Baumdick erläuterte die verschiedenen Wahlsysteme. Angefangen über Bundestags-, Landtags-, Kreistags- und Gemeinderatswahlen bis hin zu den Wahlen von Landräten und Bürgermeistern. Im Chat gab es mehrere Kommentare. Was fehlte, war vielleicht die Diskussion. Dennoch bleibt, dass die Teilnehmer erfuhren, wie wichtig es ist, wählen zu gehen, was sich hinter den Themen verbirgt und warum sie für junge Menschen wichtig sind. 

  • Info: Die nächste Veranstaltung findet am 6. August (Freitag) statt. Dann geht es um Bildung und Soziales.

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