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Josef Kläne tritt politisch etwas kürzer

Langfördens Ortsbürgermeister scheidet nach 35 Jahren aus dem Rat aus. Für den Calveslager und die übrigen Ortsratsmitglieder gibt es anerkennende Worte.

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Dank für die politische Arbeit: Bürgermeister Kristian Kater (vorne rechts) würdigte das Engagement des scheidenden Ortsbürgermeisters Josef Kläne. Über Urkunden freuten sich auch über die übrigen Ortsratsmitglieder (hinten, von links):&nbsp;Georg Reinke, Uwe Büssing, Dirk Landwehr, Bernhard Berding, Alexander von Fricken, Paul Lübbe, Günter Nyhuis, Werner Lübbe, Rolf Wichmann und Jürgen Büssing. Foto: Speckmann<br>

Dank für die politische Arbeit: Bürgermeister Kristian Kater (vorne rechts) würdigte das Engagement des scheidenden Ortsbürgermeisters Josef Kläne. Über Urkunden freuten sich auch über die übrigen Ortsratsmitglieder (hinten, von links): Georg Reinke, Uwe Büssing, Dirk Landwehr, Bernhard Berding, Alexander von Fricken, Paul Lübbe, Günter Nyhuis, Werner Lübbe, Rolf Wichmann und Jürgen Büssing. Foto: Speckmann

Insgesamt 35 Jahre war Josef Kläne im Ortsrat Langförden tätig. Bei Sitzungen und sonstigen Terminen zog es der leidenschaftliche Pedalritter häufig vor, mit dem Fahrrad zu kommen. Doch zu seiner Verabschiedung hatten sich der Calveslager und seine Ehefrau Theresia mit dem Auto chauffieren lassen. Das war auch gut so. Denn die vielen Präsente hätten die Eheleute auf ihren Drahteseln kaum nach Hause bekommen.

Zum Ausklang der Wahlperiode hatten sich die Ortsratsmitglieder und die Verwaltungsspitze um Bürgermeister Kristian Kater (SPD) am Freitagabend im Hotel- und Saalbetrieb „Am Dom“ in Langförden versammelt. Es war ein harmonischer Abend mit einem guten Essen und launigen Worten, in denen vor allem der Dank und die Anerkennung für das ehrenamtliche Engagement in den vergangenen Jahren zum Ausdruck kamen.

Bei Josef Kläne war von Wehmut nichts zu spüren. In seinem Rückblick auf die jahrzehntelange Ratstätigkeit, davon 15 Jahre als Ortsbürgermeister, überwogen die Zufriedenheit und auch etwas Stolz auf die politische Arbeit. „Man sollte einen geraden Weg gehen und zuverlässig sein. Das habe ich stets versucht“, sagte der 72-Jährige. Ihm sei es immer darum gegangen, keine Kirchturmpolitik zu betreiben, sondern das große Ganze zu sehen.

Schmuckes Präsent: Zur Auszeichnung der Ortsratsmitglieder gab es die neuen Uhren und Kugelschreiber mit der Silhouette Langfördens. Sie sind in einer limitierten Auflage bei Juwelier Weiss in Vechta erhältlich. Foto: SpeckmannSchmuckes Präsent: Zur Auszeichnung der Ortsratsmitglieder gab es die neuen Uhren und Kugelschreiber mit der Silhouette Langfördens. Sie sind in einer limitierten Auflage bei Juwelier Weiss in Vechta erhältlich. Foto: Speckmann

Kläne zeigte sich mit der Entwicklung des Ortes zufrieden: "Wir haben viel erreicht." Aber er machte auch keinen Hehl daraus, dass Ratsvertreter in der Kommunalpolitik nicht jeden Tag mit Lob und Anerkennung überschüttet würden. Seine Arbeit für den Orts- und Stadtrat habe viel Freizeit in Anspruch genommen. Umso größer fiel der Dank an die Familie für die Unterstützung seines Engagements aus. Nun will der Calveslager politisch etwas kürzer treten und sich auf die Mitgliedschaft im Kreistag beschränken.

"Ihr Nachfolger tritt ein schweres Erbe an."Bürgermeister Kristian Kater (SPD)

Bürgermeister Kater wusste den jahrzehntelangen Einsatz zu schätzen. Kläne habe stets die Entwicklung der gesamten Stadt Vechta im Blick gehabt und zugleich dafür gesorgt habe, dass auch „sein“ Langförden nie zu kurz gekommen sei. „Ihr Nachfolger tritt ein schweres Erbe an. Aber ich bin mir sicher, dass Sie stets ein offenes Ohr und den einen oder anderen guten Ratschlag für ihn haben werden“, so der Verwaltungschef.

Anerkennende Worte fand der Bürgermeister auch für die übrigen Ratsmitglieder, die zum Monatsende aus dem Gremium ausscheiden oder ihre ehrenamtliche Tätigkeit fortsetzen: „Sie alle haben sich für Langförden in vorbildlicher Weise eingesetzt und ich darf rückblickend feststellen, dass Sie in den vergangenen Jahren viele gute Entscheidungen für eine positive Entwicklung Langfördens getroffen haben.“

Wesentliche Maßnahmen zur Ortsentwicklung

Kater zählte einige wesentliche Maßnahmen auf, die in der zurückliegenden Legislaturperiode zur Entwicklung des Ortes beitrugen. Dazu gehörten unter anderem die Ausweisung von neuen Baugebieten, der Ausbau der Ortsdurchfahrt, die Sanierung von Grundschule und Kindergarten, der Neubau von Kindertagesstätte und Friedhofskapelle sowie nicht zuletzt die Errichtung des Inklusionshauses.

Die Beschlüsse hätten sich unmittelbar auf das Leben in der örtlichen Gemeinschaft ausgewirkt, so Kater weiter. Vor diesem Hintergrund seien die Ortsratsmitglieder stets gute Anwälte und Sachwalter für die Bürger gewesen und hätten deren Belange uneigennützig vertreten. „Darauf können Sie stolz sein, denn Ihre ehrenamtliche Arbeit hat das Gemeinwesen in Langförden ein gutes Stück nach vorne gebracht.“

Neben Josef Kläne wird auch sein Stellvertreter Bernhard Berding (CDU) nach 30-jähriger Zugehörigkeit nicht mehr dabei sein. Uwe Büssing (CDU) scheidet nach 25 Jahren aus, Werner Lübbe, Georg Reinke (beide CDU) und Paul Lübbe (FDP) kommen auf 20 Jahre, Dirk Landwehr (CDU) und Jürgen Büssing (zuletzt parteilos) auf zehn Jahre. Für Alexander von Fricken (CDU), im Dezember 2020 für Mirco Faske nachgerückt, ist ebenfalls Schluss.

Nur drei Ortsratsmitglieder setzen ihre Arbeit fort

Nur drei von zwölf Mitgliedern werden ihre Arbeit fortsetzen, darunter Günter Nyhuis, der seit 25 Jahren dem Ortsrat angehört und den CDU-Fraktionsvorsitz bekleidet. Als „Mann der klaren Worte“, wie ihn Kater bezeichnete, erfuhr Nyhuis ebenso eine Ehrung wie seine Parteifreunde Hendrik Wolking und Rolf Wichmann, die seit zehn beziehungsweise fünf Jahren im Ortsrat aktiv sind - und es auch bleiben.

Die konstituierende Sitzung ist für den 2. November anberaumt. Dann wird ein neuer Ortsbürgermeister gewählt. Dass er aus den Reihen der CDU kommen dürfte, liegt bei den Mehrheitsverhältnissen nahe. Wer Klänes Erbe antreten soll, will der Vorsitzende des CDU-Gemeindeverbands Langförden, Dirk Lübbe, aber noch nicht mitteilen. Er sagt auf Anfrage nur so viel: „Wir sind uns in der Fraktion über unseren Kandidaten einig.“

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