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Jäger begrüßen Aufnahme des Wolfes ins Jagdrecht

Allerdings muss noch nachgebessert werden. Was fehlt, sind klare Bestandsgrenzen, sagen die Jäger.

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Symbolfoto: Archiv

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Die von SPD und CDU beabsichtigte Aufnahme des Wolfes ins Landesjagdrecht findet Zustimmung bei der Landwirtschaft und den Jägern, stößt bei Naturschützern aber auf Kritik. Auf eine Aufnahme ins Jagdrecht habe das Landvolk seit Jahren hingewirkt, sagte Landvolk-Vizepräsident Jörn Ehlers: "Neben dem Jagdrecht braucht es nun definierte Bestandsgrenzen, ab der Wölfe in größerer Stückzahl geschossen werden." Nur so lasse sich die rasante Populationsentwicklung der Wölfe in Niedersachsen in einem für Weidetierhalter und Landbevölkerung erträglichen Maß halten.

Mit einer Aufnahme des Wolfes im Jagdrecht seien die Jäger die ersten Ansprechpartner bei Nutztierschäden und -rissen, sagte ein Sprecher der Landesjägerschaft. Allerdings bedeute eine Aufnahme ins Jagdrecht nicht, dass die Konflikte gelöst seien. Auch wenn der Wolf dem Jagdrecht unterliege, werde es bei dem jetzigen Verfahren bleiben, wonach die Untere Naturschutzbehörden über eine Abschussgenehmigung entscheiden. Um Rechtssicherheit zu bekommen, müsse es eine Definition eines guten Erhaltungszustandes geben, und der Bund müsse den Ländern eigene Wolfsmanagementpläne und ein rechtssicheres Bestandsmanagement ermöglichen.

Auch der Naturschutzbund (Nabu) wies darauf hin, dass die Aufnahme des Wolfs im Jagdrecht nichts daran ändere, dass der Wolf nach EU-Recht weiterhin geschützt sei. Das Vorhaben von SPD und CDU sei daher nur «blinder Aktionismus», sagte Nabu-Landesvorsitzender Holger Buschmann. Für Weidetierhalter bedeute es auch keine Unterstützung - diese benötigten finanzielle Fördermittel für ihre Tierhaltung und Herdenschutzmaßnahmen.

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