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Inzidenzwerte für Cloppenburg und Vechta kratzen an der 100 – Grund ist ein Fehler

Die beiden Landkreise stehen im Keller der Inzidenz-Tabelle für Niedersachsen – und das auch schon seit Tagen. Bald könnte die 100er-Marke unterschritten werden. Grund ist ein Systemfehler.

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Foto: dpa

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Während der Pandemie standen die Landkreise Cloppenburg und Vechta immer wieder mal an der Spitze der Tabelle der vom Robert-Koch-Institut berechneten 7-Tage-Inzidenzen – landes-, aber manchmal auch bundesweit. Dieses Bild hat sich nun seit einigen Wochen grundlegend verändert: Die beiden Landkreise stehen mittlerweile fortwährend im Keller der Inzidenztabelle Niedersachsens.

Am Mittwoch sind beide Werte noch einmal deutlich abgesackt. Jetzt kratzen beide Werte sogar die 100er-Marke an. Das RKI meldet am Mittwoch für den Kreis Cloppenburg einen Wert von 116,1, für den Landkreis Vechta sogar nur 114,6. Es wäre das erste Mal seit über einem Jahr, dass es zweistellige 7-Tage-Inzidenzen im Oldenburger Münsterland geben könnte.

Dass dies tatsächlich schon in dieser Woche der Fall sein könnte, erklärt am Mittwoch Holger Scharlach. Er ist Sprecher des Landesgesundheitsamtes in Hannover. Grund für diese Entwicklung ist allerdings keine Entspannung der Infektionslage. Es handele sich um einen technischen Defekt. Der sorge im Moment dafür, dass die Zahlen aus ganz Niedersachsen nicht vollständig an das RKI gemeldet werden können. Deshalb sei auch die landesweite 7-Tage-Inzidenz nicht korrekt.

"Das Landesgesundheitsamt arbeitet gemeinsam mit IT.Niedersachsen an einer schnellen Behebung der Störung", teilt Scharlach am Mittwoch mit. Mit einer kurzfristigen Lösung des Problems sei aber nicht zu rechnen. "Da die Arbeiten noch bis Anfang der nächsten Woche andauern, kann nicht ausgeschlossen werden, dass es auch in den kommenden Tagen zu Störungen der IT-Systeme des Landesgesundheitsamtes kommt", so Scharlach.

Unabhängig davon sagen selbst die Experten mittlerweile, dass die 7-Tage-Inzidenzen die aktuelle Coronalage nur unvollständig abbilden – und das in einem erheblichen Maße. Grund: Die Berechnung der 7-Tage-Inzidenzen basiert nach wie vor auf amtlich gemeldeten positiven PCR-Tests. Das Problem: Ein großer Teil der Infizierten lässt mittlerweile keinen PCR-Test machen. Dementsprechend muss davon ausgegangen werden, dass es ein erhebliches Dunkelfeld gibt.

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