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Integration statt Abschiebung: Wer mitmacht, gehört halt dazu

Thema: Debatte um Migrationsreformen – Der von Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) präsentierte Gesetzesvorschlag zur Migrationsreform sorgt für reichlich Kritik. Warum eigentlich?

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Wenn es um die Frage geht „Wer gehört zu Deutschland?“, dann schrillen bei der CDU/CSU die Alarmglocken. Keine Diskussion lässt die Konservativen so schnell wie ein Rohrspatz schimpfen.

Wenn Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) vorschlägt, dass sich Migranten nach 5 statt 8 Jahren einbürgern lassen können, dann wittern CSU-Mitglieder wie Alexander Dobrindt gleich ein „Verramschen“ der deutschen Staatsbürgerschaft. Dass die CSU einen Verlust der sogenannten deutschen Identität befürchtet – in Einklang mit der AfD – ist kaum verwunderlich. Und dass CDU-Chef Friedrich Merz das Bild um den einwanderungswilligen Sozialschmarotzer erweitert, auch nicht. Die Reaktionen waren vorhersehbar. Aber sind sie auch angebracht?

"Eingereisten Menschen müssen bessere Chancen eröffnet werden, die deutsche Staatsbürgerschaft zu erlangen."Max Meyer

Wenn Deutschland den Fachkräftemangel bekämpfen will, dann sind die Vorschläge von Faeser mehr als begrüßenswert, denn sie bekennt sich zu einer Migrationspolitik, die auf Integration statt Abschiebung setzt. Besonders der Anreiz, Menschen, die durch besonderes Engagement fürs Gemeinwesen geglänzt haben, schon einen Pass nach 3 Jahren Aufenthalt zu geben, ist der richtige Weg zur Integration.

Ganz nebenbei können diese Personen einen Teil dazu beitragen, das Rentensystem vorm Kollaps zu bewahren. Und Hürden für die deutsche Staatsbürgerschaft gibt es mit den Einbürgerungstests noch immer. Diese potenziellen deutschen Staatsbürger müssen sich obendrein mit dem Staat und seiner Verfassung auskennen. Besagter Test könnte selbst viele geborene Deutsche ins Schwitzen bringen.

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