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Innenministerin Faeser: Ehrenamt bei Feuerwehr stärker unterstützen

Mit der globalen Erwärmung steigt das Risiko für Unwetterkatastrophen. Hier sind Feuerwehrleute gefragt. Vor allem auf dem Land läuft nichts ohne die ehrenamtlichen Einsatzkräfte.

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Bundesinnenministerin Nancy Faeser spricht bei der Eröffnung des 29. Deutschen Feuerwehrtages. Foto: dpa/Stratenschulte

Bundesinnenministerin Nancy Faeser spricht bei der Eröffnung des 29. Deutschen Feuerwehrtages. Foto: dpa/Stratenschulte

Bundesinnenministerin Nancy Faeser hat beim Deutschen Feuerwehrtag die Bedeutung der haupt- und ehrenamtlichen Einsatzkräfte hervorgehoben. "Mehr als eine Million Feuerwehrfrauen und -männer bilden das Rückgrat unserer Gefahrenabwehr im Bevölkerungsschutz", sagte die SPD-Politikerin am Dienstag in Hannover. Noch bis Samstag (25.6.) ist die niedersächsische Landeshauptstadt Gastgeberin des 29. Deutschen Feuerwehrtags, der parallel zur Messe "Interschutz" läuft. Den Veranstaltern zufolge handelt es sich um die Welt-Leitmesse für Feuerwehr, Rettungswesen, Bevölkerungsschutz und Sicherheit.

Faeser dankte Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD) zudem für den Anstoß zur Einrichtung eines gemeinsamen Kompetenzzentrums Bevölkerungsschutz von Bund und Ländern. Aufgabe der Politik sei es, Dinge besser zu machen, sagte die Ministerin mit Blick auf die Flutkatastrophe im vergangenen Juli. Wie der Präsident des Deutschen Feuerwehrverbands, Karl-Heinz Banse, sagte, seien im Ahrtal genügend Einsatzkräfte und Technik vor Ort gewesen. Es habe sich aber gezeigt, dass die Strukturen und Abläufe auf allen Ebenen verbessert werden müssten.

"Der Bund sollte einen Betrag von 10 Milliarden Euro zur Verfügung stellen, auf dessen Grundlage wir dann in den nächsten Jahren unsere Feuerwehr up to date bringen können."Stephan Weil (SPD)

"Ich fürchte, dass wir diese Extremwetterlagen zunehmend haben werden" sagte Faeser und bedankte sich bei den Feuerwehrleuten, die im Kampf gegen die Waldbrände in Brandenburg im Einsatz waren. Ohne die sehr gut ausgebildeten ehrenamtlichen Kameradinnen und Kameraden seien Schutz und Sicherheit nicht denkbar. Aus diesem Grund müsse das Ehrenamt unterstützt werden, etwa im Bereich der Rente oder durch andere Anreizsysteme, betonte die Ministerin.

Die Feuerwehr müsse überall im Land aktionsfähig bleiben, sagte Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD). "Der Bund sollte einen Betrag von 10 Milliarden Euro zur Verfügung stellen, auf dessen Grundlage wir dann in den nächsten Jahren unsere Feuerwehr up to date bringen können."

Dieser Haltung schloss sich Faeser nach längerem Zögern bei der Innenministerkonferenz Anfang Juni an. Mit dem Geld, das der Bundestag allerdings erst noch bewilligen muss, soll unter anderem ein flächendeckendes System von Warnsirenen aufgebaut werden.

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