Das Nachrichtenportal vonMünsterländische Tageszeitung MT undOldenburgische Volkszeitung OV

In Visbek gibt es genug Platz für Kinder

In der jüngsten Sitzung des Familien-, Schul- und Kulturausschusses ging es um den Kindertagesstättenbedarfsplan. Dabei gehen die Zahlen des Landkreises und der Gemeinde teilweise weit auseinander.

Artikel teilen:
Im Zweifel wird angebaut: In Visbek gibt es nach Angaben der Verwaltung derzeit genug Betreuungsplätze für Kinder. Falls es eng werden sollte, können die beiden neuen Kindergärten erweitert werden. Foto: dpa/Vennenbernd

Im Zweifel wird angebaut: In Visbek gibt es nach Angaben der Verwaltung derzeit genug Betreuungsplätze für Kinder. Falls es eng werden sollte, können die beiden neuen Kindergärten erweitert werden. Foto: dpa/Vennenbernd

In Visbek gibt es jetzt und auch künftig genügend Betreuungsplätze in den Kindergärten und Krippen. Das ist der Tenor der Sitzung des Familien-, Schul- und Kulturausschusses am Dienstagabend. Amtsleiter Gerd Brengelmann stellte die Bedarfsplanung für die Kindertagesstätten vor. Er bezog sich dabei unter anderem auf die Berechnungen des Landkreises.

Zunächst erklärte er, welche Parameter in die Berechnung des vom Landkreis beauftragten Instituts Biregio einfließen. So spielen zum Beispiel die Bevölkerungs- wie auch die Baulandentwicklung eine Rolle. Zudem habe der Landkreis festgestellt, dass sich der Betreuungsbedarf für Unter-3-Jährige in den kommenden Jahren massiv steigern werde, sagte Brengelmann. Aktuell liege der Bedarf bei 39,5 Prozent. Langfristig werde davon ausgegangen, dass 50 Prozent der Unter-3-Jährigen einen Betreuungsplatz brauchen. Bei den Über-3-Jährigen verhalte es sich in Visbek aktuell so, dass 81 Prozent der Kinder vormittags mit verlängerten Öffnungszeiten (7.30 bis 12.30 Uhr) betreut werden. 13 Prozent befinden sich in der Ganztagsbetreuung (bis 15 Uhr). Letzteres werde sich in den nächsten Jahren noch weiterentwickeln, prognostiziert Brengelmann.

Es sind sogar noch Plätze frei

Schließlich habe Biregio die vorhandenen Betreuungsplätze den zu erwartenden gegenübergestellt. In den Berechnungen fließen bereits die Plätze der beiden neuen Kindergärten mit ein, sagte Brengelmann. So werde für das Jahr 2021 errechnet, dass es für die Unter-3-Jährigen 42 Plätze und für die Über-3-Jährigen 26 Plätze zu wenig gibt. Brengelmann stellt klar, dass es sich hierbei um Zahlen aus Prognosen handelt und nicht um die Anzahl der Kinder, die sich tatsächlich in Betreuung befinden. Unter Berücksichtigung der Daten der Großtagespflege (bis zu 30 Betreuungsplätze) kommt der Landkreis auf eine geringere Differenz: 8 Plätze zu wenig im Krippenbereich.

Brengelmann legte zum Vergleich die eigenen Zahlen vor. Für das Kindergartenjahr gebe es im Kindergartenbereich 374 genehmigte Betreuungsplätze, 365 seien davon belegt. Im Krippenbereich seien 117 von 123 Betreuungsplätzen belegt. Somit gebe es 15 freie Plätze im laufenden Kindergartenjahr, sagte der Verwaltungsmitarbeiter. Für das kommende Kindergartenjahr 2021/2022 gebe es 416 Betreuungsplätze in den örtlichen Kindergärten, 378 davon sind – Stand Mai – belegt beziehungsweise angefragt. Da könne sich also noch etwas ändern, sagte Brengelmann. Bis jetzt seien nach Datenlage der Gemeinde aber noch 38 Plätze frei. Im Krippenbereich gebe es noch 23 freie Plätze. Für 90 von 113 liegen Anmeldungen vor.

Erweiterungsmöglichkeiten bei neuen Kindergärten

Die Zahlen des Landkreises und die der Gemeinde seien sehr unterschiedlich. Zudem gebe es mit den beiden neuen Kindergärten einen Puffer, stellte Gerd Brengelmann in Aussicht. So errechnet Biregio für das Jahr 2024 ein Defizit von 24 Betreuungsplätzen. „Falls dieses Minus tatsächlich auftritt, kann das aufgefangen werden“, sagte Brengelmann. Auf dem Gelände der beiden neuen Kindergärten gebe es Erweiterungsmöglichkeiten. Die habe sich die Gemeinde bewusst erhalten. Und: Auch bis die neuen Kindergärten fertig seien, gebe e keine Probleme, den Betreuungsbedarf zu erfüllen.

„Für unsere Berechnungen hier bringt das Zahlenwerk des Landkreises wenig“, sagte Bürgermeister Gerd Meyer. Er bestätigte Brengelmann darin, dass die Gemeinde gut aufgestellt sei und im Zweifel an den neuen Kindergärten anbauen könne. Antonius Mönnig (CDU) und Bernhard Schmidt (FDP) teilten diese Ansicht. Allerdings gab Schmidt zu bedenken, dass die dargestellten Tendenzen im Bericht des Landkreises nicht zu vernachlässigen seien. Der Bedarf an Betreuungsplätzen werde zunehmen, sagte er.

Sie wollen nichts verpassen, worüber das Oldenburger Münsterland spricht? Dann abonnieren Sie jetzt unseren Newsletter „Moin, OM!“. Er fasst für Sie das Wichtigste für den Tag auf einen Blick zusammen – immer montags bis freitags zum Start in den Tag.  Hier geht es zur Anmeldung

Hier klicken und om-online zum Start-Bildschirm hinzufügen

In Visbek gibt es genug Platz für Kinder - OM online