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In Visbek gibt es bald 2 weitere Kindergärten

Ein Architekturbüro stellte dem Gemeinderat einen Vorentwurf vor. Das Projekt soll zügig umgesetzt werden. Außerdem befassten sich die Ratsmitglieder erneut mit dem Thema Jugendparlament.

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Mehr Platz für die Kleinen: In Visbek werden 2 neue Kindergärten gebaut. Symbolfoto: dpa/Charisius

Mehr Platz für die Kleinen: In Visbek werden 2 neue Kindergärten gebaut. Symbolfoto: dpa/Charisius

In den Baugebieten an der Goldenstedter Straße und am Poggenkamp in Visbek soll jeweils ein Kindergarten gebaut werden. Michaela Schwerter und Ludger Bramlage vom Vechtaer Architekturbüro Bramlage-Schwerter haben den Mitgliedern des Gemeinderates nun einen Vorentwurf vorgestellt. Bürgermeister Gerd Meyer machte deutlich, dass das Vorhaben schnell realisiert und aus dem Vorentwurf zügig ein Entwurf werden soll.

In dem Vorentwurf seien erste Wünsche der kirchlichen Träger bereits berücksichtigt worden, sagte Schwerter. Die Kindergärten an beiden Standorten werden baugleich sein, führte die Expertin aus. Der Gebäudetyp ist L-förmig. In dem einen Riegel werde der Kindergarten sowie ein Mehrzweckraum wie auch eine Cafeteria untergebracht. In dem anderen ist die Krippe vorgesehen. Beide werden zwar einen separaten Eingang haben, bleiben aber so verbunden, dass beide Gebäudeteile erreicht werden können.

Bislang jeweils 3 Gruppenräume eingeplant

Der Eingangsbereich mit dem Mehrzweckraum und den angrenzenden Toiletten werde so gestaltet, dass dieser Bereich auch für andere Zwecke genutzt werden könne, sagte Schwerter. Auch die Kindergartenleitung werde im Eingangsbereich ihre Räumlichkeiten erhalten. Über ein Foyer gibt es einen direkten Zugang zum Außenbereich. „So müssen Eltern zum Beispiel, die ihre Kinder abholen möchten, nicht durch den kompletten Kindergartenbereich“, erklärte Schwerter.

Im Kindergarten- wie auch im Krippenbereich sind in dem Vorentwurf jeweils 3 Gruppenräume vorgesehen, die alle jeweils einen Zugang zum Außenbereich haben. Zudem sind angrenzende Ausweichräume und Sanitärbereiche eingeplant. Für den Kindergarten soll es zusätzlich eine Spielempore geben, die über eine Treppe im Obergeschoss zu erreichen ist. So sei intern eine weitere Ausweichmöglichkeit geschaffen, sagte Schwerter.

Josef Diersen (Grüne) fragte, ob die Entscheidung darüber, wie viele Räume tatsächlich gebraucht werden, vor dem Bau falle, oder ob man sich die Möglichkeit für Erweiterungen offen halte. Bürgermeister Gerd Meyer ließ wissen, dass natürlich vorher die entsprechenden Daten gesammelt werden, damit das Architekturbüro in die konkrete Planung gehen könne. Trotzdem werde ein Puffer eingeplant, damit künftig möglicherweise „angedockt“ werden könne.

Bürgermeister hofft auf Baustart im Herbst

Bernhard Schmidt (FDP) wies zudem darauf hin, dass das Raumkonzept genau mit den Trägern abgesprochen werden solle. In dem Vorentwurf sind seiner Ansicht nach noch zu wenig Ausweichmöglichkeiten für Einzelförderung. Manuela Schwerter bestätigte, dass die Wünsche des Trägers selbstverständlich berücksichtigt würden.

Für die Kindergärten an beiden Standorten ist eine konservative Massivbauweise vorgesehen, da diese nach Ansicht des Architekturbüros langlebiger ist. In der Außengestaltung sei man bislang noch völlig offen. So könnten die beiden Kindergärten – obwohl baugleich – zumindest optisch unterschiedlich errichtet werden. Ludger Bramlage führte zudem aus, dass bei der Haustechnik ein Gas-Anschluss eingespart werden könne, da eine Solewasserwärmepumpe – also Wärme, die aus dem Boden gewonnen wird – eingesetzt werde. Zusätzlich soll auf dem Dach eine Photovoltaikanlage installiert werden. Für die Gruppenräume ist eine kontrollierte Be- und Entlüftung vorgesehen.

Auf die Nachfrage einer Zuhörerin, wann die Kindergärten gebaut werden, erläuterte der Bürgermeister, er hoffe, dass mit dem Bau im Herbst gestartet werden könne. Er hoffe außerdem, dass beide Kindergärten im kommenden Jahr fertiggestellt werden könnten. Welcher zuerst gebaut werde, könne er allerdings nicht beantworten.

Jugendparlament: Zustimmung mit einer Enthaltung

Weiterhin befasste sich der Gemeinderat mit dem FDP-Antrag auf Einführung eines Jugendparlaments. Bernhard Schmidt drückte seine Freude darüber aus, dass der Antrag mittlerweile größtenteils Zustimmung gefunden habe und dass es jetzt einen Impuls von außen gebe.

Im vergangenen Finanzausschuss berichtete Bürgermeister Gerd Meyer, dass sich Professor Dr. Karl Martin Born von der Universität Vechta an die Verwaltung gewandt hatte, da er sich mit diesem Thema gezielt auseinandersetze. Daraufhin wurde Professor Born zum Verwaltungsausschuss eingeladen, um ein mögliches weiteres Vorgehen vorzustellen. So soll unter anderem bei einer Auftaktveranstaltung gemeinsam mit den Jugendlichen in Kleingruppen erarbeitet werden, wie diese sich ihr Engagement weiter vorstellen.

Schmidt regte an, dass sowohl die Leiterin des Jugendtreffs, Marion Bornhorst, wie auch Louis Kretschmer, Schülervertreter im Familien-, Schul- und Kulturausschuss, mit in die Arbeit einbezogen werden sollten. Er schlug außerdem vor, Vertreter des Goldenstedter Jugendparlaments zurate zu ziehen. Der Bürgermeister verwies darauf, dass der genaue Ablauf mit den zuständigen Vertretern der Universität abgestimmt werden sollte.

Dem Beschlussvorschlag: „Das von Dr. Karl Martin Born, Professor von der Universität Vechta, vorgestellte Projekt Jugend und Kommunalpolitik soll umgesetzt werden. Gespräche zur kurzfristigen Umsetzung werden mit Vertretern der Fraktionen geführt. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 2900 Euro.“ Dem wurde mit einer Enthaltung von den Mitgliedern des Gemeinderates zugestimmt.

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