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In Lindern zittern Parteifreunde mit Silvia Breher

Sie konnte nicht vor Ort sein, nicht in ihrer Heimat. Für Silvia Breher war die Bühne am Sonntagabend in Berlin bereitet. Per Videoschalte nahm sie sich Zeit für die Parteifreunde in Südoldenburg.

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Gespannt vorm Bildschirm: In Lindern verfolgten Parteifreunde Silvia Brehers am Sonntagabend die ersten Hochrechnungen.  Foto: M. Niehues

Gespannt vorm Bildschirm: In Lindern verfolgten Parteifreunde Silvia Brehers am Sonntagabend die ersten Hochrechnungen.  Foto: M. Niehues

Draußen vor der Tür werden Bratwürste gegrillt, drinnen gibt es Freibier. Aber zum Jubeln ist den Mitgliedern und Anhängern der CDU nicht zumute, die hier am Sonntagabend in der Ratsklause in Lindern die Ergebnisse der Bundestagswahl auf 2 großen Bildschirmen verfolgen. Eigentlich hätten die Christdemokraten hier gerne zusammen mit Silvia Breher den Wahlabend in ihrem Heimatort verbracht. Stattdessen verfolgen sie jetzt das Geschehen in der Hauptstadt über den Fernseher. Ihre Bundestagsabgeordnete steht, statt in Lindern vor ihnen, zwischen Armin Laschet und Angela Merkel vor den Kameras. Berlin geht vor.

Danach nimmt sich Breher die Zeit für eine Videoübertragung in die Heimat. Den Kreisverbänden in Vechta und Cloppenburg spricht sie auf diese Weise zeitgleich ihren Dank für die Wahlunterstützung aus. Das Wahlergebnis der CDU selbst bezeichnet sie als enttäuschend. Und doch, so sagt sie, sei vor 3 Wochen gedacht worden, die SPD sei nicht einholbar. Silvia Breher zeigt sich bei der Videoübertragung erleichtert, dass ein rot-rot-grünes Regierungsbündnis nicht möglich ist, dafür aber verschiedene Koalitionen. „Auch ein Regierungsbündnis ohne uns“, räumt sie ein.

Per Videoschalte grüßte Silvia Breher die Parteibasis in ihrer Heimat.   Foto: M. NiehuesPer Videoschalte grüßte Silvia Breher die Parteibasis in ihrer Heimat.   Foto: M. Niehues

So wie der Vechtaer CDU-Kreisvorsitzende André Hüttemeyer, spricht auch der Cloppenburger Kreisvorsitzende Christoph Eilers Silvia Breher Glückwünsche aus. Im Hintergrund klatschen rund 40 CDU-Anänger in der Ratsklause. „Du hast ein hervorragendes Ergebnis erzielt, trotz der Verluste der Partei“, ruft Eilers in die Videokamera. „Wir haben dich gerne unterstützt. Wir zählen auf dich und die zukünftige Arbeit, die vor dir liegt.“ Wieder gibt es Beifall. Während sich alle über die Handy- und Videokameras zuwinken, bricht die Verbindung zwischen Berlin und Heimat ab. Zurück bleibt ein gemischtes Gefühl bei den Parteifreunden Brehers. Mit ihrem Erststimmenergebnis sind alle zufrieden. Was aber passiert auf Bundesebene?

Diskutiert wird an diesem Abend in Lindern auch über den Kanzlerkandidaten. War Laschet der richtige Mann? Hätte Söder nicht besser gezogen? Hätte das Kompetenzteam nicht viel früher kommen müssen und dann besser punkten können? Wo war Merkel im Wahlkampf? Christoph Eilers glaubt, dass ein Regierungsbündnis mit 3 Parteien jeder zu viel Kompromisse abverlangen würden. Der Wählerverdruss wäre groß, ist er überzeugt. Auch deshalb würde er es durchaus begrüßen, wenn die CDU sich nicht an einer solchen Koalition beteiligt, sondern in die Opposition geht und die Zeit nutze, um sich „rundzuerneuern“. Umso stärker, sagt er, könne die CDU bei der nächsten Bundestagswahl punkten und diese auch gewinnen.

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