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In Barßel wird die Luft nun in einigen Klassenräumen gefiltert

Die Gemeinde hat vier mobile Lüftungsgeräte angeschafft. Im Saterland hat die Politik keinen Bedarf gesehen. Der Landkreis hat beschlossen, dass keine fest installierten Anlagen eingebaut werden.

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Begutachtung: Bürgermeister Nils Anhuth (rechts) schaut sich mit Jacqueline Faust und Harmut Willhaus die Lüftungsgeräte in der IGS an. Foto: Gemeinde Barßel

Begutachtung: Bürgermeister Nils Anhuth (rechts) schaut sich mit Jacqueline Faust und Harmut Willhaus die Lüftungsgeräte in der IGS an. Foto: Gemeinde Barßel

Um das Corona-Infektionsrisiko in Schulen zu minimieren, hat die Gemeinde Barßel in den Sommerferien vier mobile Lüftungsgeräte in Betrieb genommen. Angeschafft wurden drei Geräte für die IGS und ein Gerät für die Marienschule in Barßel. Die Luftreiniger werden in Klassenzimmern eingesetzt, die laut der Förderrichtlinie des Landes Niedersachsen nicht ausreichend gelüftet werden können. Davon gibt es in Schulen nicht sehr viele. Das ist auch der Grund, warum die Gemeinde Saterland keine Geräte angeschafft hat.

„Die mobilen Geräte filtern Viren und Bakterien aus der Luft und tragen so zum Infektionsschutz bei. Sie können bis zu 1200 Kubikmeter Luft pro Stunde umwälzen“, teilte die Gemeinde Barßel mit. Das niedersächsische Kultusministerium unterstützte die Anschaffung mit einem Förderbetrag in Höhe von maximal 19.000 Euro. Das seien circa 80 Prozent der gesamten Anschaffungskosten.

Einsatz in den Räumen der Jahrgänge 1 bis 6

„Laut Förderprogramm konnten dabei nur Lüftungsanlagen für den Einsatz in Klassenräumen für die Jahrgänge 1 bis 6 berücksichtigt werden. Der maximale Förderbetrag wurde vom Ministerium festgelegt und anhand der Schülerzahlen in der Gemeinde berechnet“, teilte Janina Wlodarzyk von der Gemeinde mit.

Bürgermeister Nils Anhuth sagte: „Für uns als Schulträger ist Infektionsschutz ein wichtiges Thema und wird es natürlich auch in Zukunft bleiben, daher ist es sinnvoll, dass wir die neuen Luftfilteranlagen nun anschaffen konnten.“ In der Gemeinde Saterland habe die Politik keinen Bedarf für die Anschaffung solcher Geräte gesehen. Das sagte Erster Gemeinderat Jens Gralheer auf Anfrage. Natürliches Lüften sei das beste Mittel, so die Meinung.

Keine festinstallierten Anlagen im Landkreis Cloppenburg

Der Landkreis Cloppenburg hatte sich bereits 2021 als zuständiger Schulträger für seine 11 Schulen an 14 Standorten mit der Thematik „Raumlufttechnische Angaben“ auseinandergesetzt. Der Kreistag hatte sich im Juni 2021 dafür ausgesprochen, dass nachträglich keine fest installierten raumlufttechnischen Anlagen eingebaut werden. Ausgestattet worden seien die Klassenräume mit sogenannten CO2-Ampeln. Die Lieferung von 618 Ampeln sei bereits 2021 erfolgt, teilte Kreissprecher Frank Beumker mit: „Die Schulen haben durchweg den positiven Einsatz und Nutzen bestätigt.“

Genau wie die Gemeinde Barßel hat der Kreis den Einsatz von mobilen Luftreinigern geprüft und einen Förderbetrag von 171.485,91 Euro erhalten. 78 mobile Geräte wurden für Klassenräume der Jahrgänge 1 bis 6 angeschafft. Im Nordkreis wurden die Soesteschule in Barßel und Elisabethfehn sowie die Elisabethschule und das AMG in Friesoythe ausgestattet.

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