Das Nachrichtenportal vonMünsterländische Tageszeitung MT undOldenburgische Volkszeitung OV

In Astrup soll in 2. Reihe gebaut werden dürfen

Bauplätze werden immer rarer, Nachverdichtung in den Bauerschaften ist durchaus gewünscht. Der Visbeker Rat hat grünes Licht gegeben. Unter anderem auch für den neuen Standort der Rechterfelder Wehr.

Artikel teilen:
Neue Wohnhäuser sollen künftig in Astrup künftig gebaut werden können – und zwar hinter den Grundstücken links die Straße entlang. Foto: C. Meyer

Neue Wohnhäuser sollen künftig in Astrup künftig gebaut werden können – und zwar hinter den Grundstücken links die Straße entlang. Foto: C. Meyer

In Astrup sollen weitere Bauplätze ermöglicht werden. Die Mitglieder des Visbeker Gemeinderates haben die Aufstellung einer entsprechenden Außenbereichssatzung mehrheitlich beschlossen. Das Beteiligungsverfahren soll nun durchgeführt werden. Im Bereich nördlich der sogenannten Brinkstraße soll demnach neben der ohnehin schon möglichen Lückenbebauung eine Bebauung in 2. Reihe möglich sein.

Das Beteiligungsverfahren wird unter der Voraussetzung durchgeführt, erklärte Bauamtsleiter Frank Wahls zuvor, dass alle betroffenen Grundstückseigentümerinnen und -eigentümer der Mitsprache der Gemeinde Visbek beim möglichen Verkauf und der Obergrenze für den Quadratmeterpreis von 35 Euro im Vorfeld durch ein notarielles Kaufangebot zustimmen. Gebaut werden dürfte künftig unter den für Außenbereiche üblichen Bestimmungen: Die Mindestgrundstücksgröße beträgt 1000 Quadratmeter, pro Gebäude sind zwei Wohneinheiten zulässig und die Versiegelung ist zu 30 Prozent möglich – zuzüglich der Zufahrten, da diese – aufgrund der Bebauung in 2. Reihe – nur über die vorderen Grundstücke möglich sein werden.

Nachbarschaft mit Bauen in 2. Reihe einverstanden

Im vorangegangenen Bauausschuss hatte sich Josef Langfermann (Grüne) noch kritisch zu diesem Vorhaben geäußert. Seines Erachtens sei eine derartige Satzung gar nicht zulässig, da es sich bei dem fraglichen Gebiet um einen „im Zusammenhang bebauten Ortsteil“ (Baugesetzbuch, Paragraf 34) und nicht um einen Außenbereich im Sinne des Baugesetzbuches handele. Überdies seien Störungen durch einen dort ansässigen Betrieb möglich. Er fragte, wie die Weiterentwicklung des Betriebs möglich sein soll. Die Bebauung in 2. Reihe und die damit verbundenen Zufahrten über die vorderen Grundstücke halte Langfermann nicht für zielführend.

Bürgermeister Gerd Meyer versicherte ihm daraufhin, dass mit den Anwohnerinnen und Anwohnern in Astrup darüber bereits gesprochen worden sei und diese mit den Plänen einverstanden seien. Es sei davon auszugehen, dass es zwischen den Grundstückeigentümerinnen oder -eigentümern in vorderen Bereichen und den Bauwilligen in 2. Reihe „engeren Kontakt“ gebe. Er verwies außerdem auf den Umstand, dass es immer schwieriger sei, Bauplätze zu bekommen. Eine Nachverdichtung wie in Astrup sei ihm daher ganz recht. Ähnlich äußerten sich Martin Rohe (SPD) und Jana Meyer (CDU), die wissen ließen, dass so ein Vorhaben bauwillige junge Menschen im Ort halte.

Rechterfelder Feuerwehr zieht neben den Friedhof

Auf dieser Fläche zwischen der Brüterei (links) und dem Friedhof (rechts) in Rechterfeld soll künftig das Feuerwehrhaus stehen. Foto: C. MeyerAuf dieser Fläche zwischen der Brüterei (links) und dem Friedhof (rechts) in Rechterfeld soll künftig das Feuerwehrhaus stehen. Foto: C. Meyer

Die Visbeker Gemeinderatsmitglieder beschäftigten sich außerdem mit dem neuen Standort für die Rechterfelder Feuerwehr. Das neue Feuerwehrhaus befindet sich künftig zwischen der Brüterei und dem Friedhof. Die Lokalpolitikerinnen und -politiker votierten mehrheitlich dafür, den entsprechenden Bebauungsplan auf den Weg zu bringen. Dieser ist notwendig, da im Flächennutzungsplan die Fläche aktuell noch als Grünfläche ausgewiesen ist, wie Frank Schnitker vom Planungsbüro Diekmann, Mosebach und Partner erläuterte.

Während der Bauausschusssitzung wurde deutlich, dass nicht alle Anwohnerinnen und Anwohner damit einverstanden sind, dass die Feuerwehr in ihre Nachbarschaft zieht. Deshalb habe man noch einmal das Gespräch gesucht, sagte Bürgermeister Gerd Meyer. Außerdem habe er bezüglich einer alternativen Fläche mit einem Landwirt gesprochen. Doch dieser gab zu verstehen, dass diese nicht zur Verfügung stehe. Somit gebe es keine Alternative, betonte Meyer.

Für den Neubau ist vorgesehen, dass die Ausfahrt für die Einsatzfahrzeuge in Richtung der Brüterei liegt, damit diese nicht an der Siedlung vorbeifahren müssen. Die Parkplätze sollen auf die andere Seite des Gebäudes. Damit der Parkplatz für die Einsatzkräfte nicht von Besucherinnen und Besuchern des Friedhofs zweckentfremdet wird, soll dieser abgesperrt werden, ergänzte der Bürgermeister. Die Absicherung soll sich ähnlich gestalten wie in Visbek.

OM-hilft -  Helfen Sie mit! Das Oldenburger Münsterland hilft den Geflüchteten aus der Ukraine. Hilfsinitiativen, Wohlfahrtsorganisationen und viele mittelständische Unternehmen sind bereits dabei, die Hilfe vor Ort zu koordinieren. Und auch Sie können sich beteiligen. Wie und Wo? Das sagt Ihnen  die Webseite om- hilft.org

Das könnte Sie auch interessieren

Hier klicken und om-online zum Start-Bildschirm hinzufügen

In Astrup soll in 2. Reihe gebaut werden dürfen - OM online