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Immer weniger Apotheken in Niedersachsen

Seit Jahren machen in Niedersachsen mehr Apotheken dicht als dass neue eröffnen. In der ersten Jahreshälfte 2022 wird dieser Trend besonders deutlich.

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Symbolfoto: dpa

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In ganz Niedersachsen ist im ersten Halbjahr 2022 nicht eine einzige Apotheke neu eröffnet worden - während gleichzeitig 32 Apotheken geschlossen wurden. Das geht aus Daten der Apothekerkammer Niedersachsen hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegen. Im Vergleich zu Anfang 2012 ging die Zahl der Apotheken im Land demnach um 294 auf 1774 zurück. Das entspricht einem Rückgang um 14 Prozent in den vergangenen zehneinhalb Jahren.

Die Apothekerkammer erklärte, dass Deutschland bei der Apothekendichte im europäischen Vergleich im unteren Drittel liege. EU-weit liege der Schnitt bei 32 Apotheken pro 100.000 Einwohner, in Deutschland gebe es dagegen nur 22 Apotheken pro 100.000 Einwohner.

Als Grund für die vielen Schließungen führte die Kammer eine veränderte Gesundheitsversorgung an. So seien gerade Fachärzte heute häufig in den Innenstädten zu finden und nicht mehr am Stadtrand oder auf den Dörfern. Apotheken außerhalb der Zentren erzielten aber rund 80 Prozent ihrer Einnahmen mit rezeptpflichtigen Medikamenten. Neben der Zahl der zu versorgenden Einwohner und einer verkehrsgünstigen Lage sei daher auch die Anzahl der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte vor Ort wirtschaftlich wichtig, erklärte eine Sprecherin.

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