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Im Visbeker Ortskern gibt es bald einen Bioladen

Die Mitglieder des Bauausschusses sprachen sich für eine Ergänzung im Bebauungsplan aus, um dies möglich zu machen. In Endel und Bonrechtern soll außerdem weitere Wohnbebauung möglich gemacht werden.

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Einen Bioladen mit Café soll es künftig in Visbek im Bereich der alten Hofstelle Zurhake geben.   Symbolfoto: dpa/Büttner

Einen Bioladen mit Café soll es künftig in Visbek im Bereich der alten Hofstelle Zurhake geben.   Symbolfoto: dpa/Büttner

Im Visbeker Ortskern soll sich künftig ein Bioladen mit einem Café ansiedeln können. Dafür sprachen sich die Mitglieder des Bau-, Planungs- und Umweltausschusses in ihrer jüngsten Sitzung einstimmig aus. Christel Kellermann (FDP) sprach in dem Zusammenhang von einer Bereicherung für die Gemeinde Visbek.

Konkret geht es um den Bereich der aufgegebenen Hofstelle und den Bebauungsplan Nr. 105 „Hof Zurhake“, der im Frühjahr 2018 bereits als Satzung beschlossen worden war. Das Planungsziel waren die Steuerung einer verträglichen Weiterentwicklung der aufgegebenen Hofstelle und die Stärkung der Zentrumsfunktion durch gemischte Nutzungsstrukturen. Diesbezüglich wurden sehr strikte Festsetzungen getroffen.

Die nun geplante Ansiedlung eines Bioladens mit einem Café auf einer Verkaufsfläche von 400 Quadratmetern ist mit dem Bebauungsplan allerdings nicht zulässig. Deshalb beschäftigten sich die Ausschussmitglieder mit einer Änderung. Wie Tom Walther vom Planungsbüro Mosebach und Diekmann erläuterte, ist dies mit einer Ergänzung der textlichen Festsetzung möglich. Um sicherzugehen, dass sich das mit dem Einzelhandelskonzept nicht „beißt“, wie Walter sagte, wurde die Ergänzung gutachterlich geprüft. Demzufolge gebe es keine negativen Auswirkungen auf die Nahversorger in der direkten Umgebung. Somit kann der Bioladen angesiedelt werden.

Geruchsimmissionen machen Änderung nötig

Die Ausschussmitglieder setzten sich während ihrer Sitzung außerdem mit der Änderung des Flächennutzungsplans „Endel II“ sowie der daraus folgenden Anpassung des Bebauungsplans Nr. 104 auseinander. In Endel sollen die Voraussetzungen für weitere Wohnbebauung geschaffen werden. Bereits im Dezember 2020 hatte der Rat eine entsprechende Satzung beschlossen. Auf einer Fläche von 1,4 Hektar soll die bestehende bauliche Struktur in südwestlicher Richtung erweitert werden.

Allerdings habe es beim Flächennutzungsplan eine „Diskrepanz“ mit dem Landkreis Vechta gegeben, was das Thema Geruchsimmission angeht, sagte Tom Walter vom Planungsbüro. Im südlichen Bereich gibt es Landwirtschaft, die Geruchsimmission ist nach Ansicht des Landkreises im bislang festgelegten Geltungsbereich im Flächennutzungsplan an der Stelle zu hoch. Deshalb musste das bestehende Wohnhaus aus dem Plan herausgenommen werden.

Aufgrund dieser Änderung musste die Planzeichnung des Bebauungsplanes Nr. 104 angepasst werden, da auch hier das Bestandsgebäude herausgenommen werden musste, wie Walter weiter ausführte. Der bisherige Satzungsbeschluss musste also aufgehoben und ein neuer gefasst werden. Die Mitglieder des Ausschusses sprachen sich einstimmig für die Änderung des Flächennutzungsplans und den neuen Satzungsbeschluss des Bebauungsplans aus.

Nachverdichtung in Bonrechtern

Auch in Bonrechtern soll weitere Wohnbebauung möglich gemacht werden. Ein entsprechender Bebauungsplan sei schon 2017 ausgelegt worden, ruhte seitdem aber, erklärte Tom Walter vom Planungsbüro. Auf einer Fläche von 10,8 Hektar soll die „städtebauliche Situation geordnet“ und Nachverdichtung ermöglicht werden. Im fraglichen Gebiet gebe es viele „gemischte Bauflächen und landwirtschaftliche Flächen“, sagte Walter. Seit 2017 haben sich geänderte Entwicklungsabsichten ergeben, weshalb an der „einen und der anderen Stellschraube gedreht werden musste“.

Unter anderem sind die Bauteppiche insbesondere im südlichen Bereich verkleinert worden. Martin Rohe (SPD) erkundigte sich danach, weshalb die Eigentümer dort nicht erweitern können. Bürgermeister Gerd Meyer erklärte, dass die Eigentümer entsprechend ihrer Möglichkeiten machen können, was sie möchten. Der Bereich sei nicht größer ausgewiesen worden, weil dies vonseiten der Eigentümer nicht gewünscht war, so Meyer. Wie aus der Beschlussvorlage hervorgeht, waren die Grundstückseigentümer nicht bereit, die notariellen Kaufangebote zu unterschreiben. Zudem wurde der Bauteppich bei der Firma Blumen Meyer erweitert, da dort eine Erweiterung stattfinden soll. Die Mitglieder des Bauausschusses sprachen sich einstimmig dafür aus, den Bebauungsplan als Satzung zu beschließen.

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