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Holdorfs Ratsperiode endet produktiv

In der letzten Sitzung des jetzigen Gemeinderates war die Verbesserung der Infrastruktur ein Schwerpunkt: Die Umstufung der Kreisstraße 274 macht Fortschritte. Die Straßenausbaubeiträge fallen weg.

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Auf ein letztes Mal: Die verabschiedeten Ratsmitglieder (von links) Rainer Deters, Martin Lampe, Peter Ostendorf, Mario Trumme, Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug, Udo Schlarmann, Ludger Westerhoff, Elisabeth Vodde-Börgerding, Norbert von Handorff und Silvia Boye. Foto: E.Wenzel

Auf ein letztes Mal: Die verabschiedeten Ratsmitglieder (von links) Rainer Deters, Martin Lampe, Peter Ostendorf, Mario Trumme, Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug, Udo Schlarmann, Ludger Westerhoff, Elisabeth Vodde-Börgerding, Norbert von Handorff und Silvia Boye. Foto: E.Wenzel

In der letzten Sitzung des jetzigen Gemeinderats waren die Holdorfer Abgeordneten noch einmal fleißig. Vor ihren Verabschiedungen war ein zentraler Punkt die Infrastruktur.

Abwasserreinigung wird teurer

2004 hatte die Gemeinde Holdorf ihre Kläranlage und die Abwasserreinigungspflicht an den Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverband (OOWV) übertragen. Umgekehrt bekam der Verband das Recht, die Gebühren zu erheben, wenn die rechtliche Grundlage dafür gegeben ist. Das sei jetzt der Fall, so Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug. Die erhöhten Preise werden auf Basis des Schmutzwasseraufkommens berechnet. Sie sollten aber niedrig bleiben, versicherte Krug. Der Buchungskreis beschränke sich auf die Gemeinde und die Kläranlage bleibe nur für Holdorf zuständig.

Straßenausbaubeiträge werden aufgehoben

Es kommt, wie gewünscht: Die Straßenausbaubeiträge werden aufgehoben. Das sei in der Gemeinde sowohl rechtlich als auch finanziell möglich, beteuerte Krug. Zuvor hatte das eine Einwohnerbefragung der Holdorfer Bürger gefordert. 

Auch bei der kontroversen Diskussion um die Arbeitnehmerwohnheime richtete sich der Rat nach der Meinung der Holdorfer. Noch wird nichts gebaut, die Entscheidung wurde um 3 Jahre verschoben. Bei der diesbezüglichen Einwohnerversammlung  sei deutlich geworden, dass es aus der Sicht der anwesenden Bürger nicht nötig sei, dass die Gemeinde jetzt aktiv wird, so Bürgermeister Krug.

Umstufung macht Fortschritte

Fortschritte macht das Projekt "Umstufung von Teilen der Kreisstraße 274": Nach dem Steinfelder Rat ist auch der Holdorfer Rat mit der Vereinbarung einverstanden, die mit dem Landkreis getroffen werden soll. Dabei geht es um den Steinfelder Damm in Langenberg und die Handorfer Straße in Steinfeld. Diese Abschnitte sollen in den Verantwortungsbereich der Gemeinden Holdorf und Steinfeld wechseln. Sprich: Sie werden Gemeindestraßen. Die 2008 fertiggestellte Verbindungsstraße zwischen Steinfeld und Holdorf wiederum bekäme im Gegenzug den Status der Kreisstraße.

Allerdings: Die Industriestraße braucht vorab eine Sanierung. Sie ist marode. Die Gesamtkosten für die Sanierung belaufen sich auf circa 2 Millionen Euro. Durch eine Förderung von 60 Prozent beträgt der gemeindliche Anteil demnach noch 1,1 Millionen Euro. Beide Kommunen, so der Beschluss, wollen sich beteiligen. Die Details sollen jetzt geregelt werden. 

Martin Fischer aus der Gruppe SPD-Fraktion/FDP kritisiert das Vorgehen der Steinfelder: "Das ist [durch Beschlüsse] ganz klar geregelt worden, dass die Unterhaltung von Steinfeld stattzufinden hat und nicht von der Gemeinde Holdorf." Für Gespräche sei die SPD/FDP-Gruppe zwar offen, aber: "Das darf nicht dazu führen, dass Holdorf Steinfelds Straßen finanziert."

10 von 18 Ratsmitgliedern verlassen das Gremium nun

Zum Ende des Abends wurde es emotional. Krug wirkt gerührt: „Das Ende dieser Ratsperiode ist eine Zäsur“. 10 der 18 Anwesenden werden ab dem 1. November im Ratssaal nicht mehr zu sehen sein. „Das ist ein Aderlass, den wir vorher noch nicht hatten.“

Insgesamt konnte der Bürgermeister 9 Dankesurkunden austeilen. Für 30 Jahre Ratsmitgliedschaft wird Norbert von Handorff eine Ehrung vom neuen Vorsitzenden des Niedersächsischen Städte- und Gemeindebundes im Landkreis Vechta erhalten. Die Goldene Ehrennadel für 25 Jahre Mitgliedschaft erhielten Martin Fischer, Jan-Dierk Brand, Elisabeth Vodde-Börgerding und Silvia Boye. Die Silberne Ehrennadel für 20 Jahre Mitgliedschaft erhielten Inge Olberding, Rolf Bergmann, Mario Stickfort, Udo Schlarmann und Ludger Westerhoff. 

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