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Holdorf soll Zisternen finanziell fördern

Die CDU bringt einen entsprechenden Antrag in die politischen Gremien ein. Für Grundstücksbesitzer sollen so Anreize zum Wassersparen geschaffen werden.

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Mit Regenwasser die Blumen gießen: So lässt sich Trinkwasser sparen. Symbolbild: dpa

Mit Regenwasser die Blumen gießen: So lässt sich Trinkwasser sparen. Symbolbild: dpa

Die Holdorfer CDU-Fraktion will Anreize zum Wassersparen geben. Das erklärte jetzt der Fraktionsvorsitzende Jan-Dierk Brand. Eine Möglichkeit, um Wasser zu sparen, sehen die Christdemokraten im Einsatz von Zisternen. "Aufgefangenes Regenwasser kann sowohl zur Bewässerung der Gartenanlagen dienen als auch in die Haustechnik eingebunden werden", schreibt Brand in einem in den politischen Gremien zu debattierenden Antrag, in dem die CDU-Mehrheitsfraktion eine freiwillige Förderung von Zisternen durch die Gemeinde Holdorf empfiehlt. Zisternen sind unterirdische Sammelbehälter für Trink- oder Nutzwasser.

Bis 1.500 Euro sollen zurückerstattet werden

Darum geht es: Eine Förderung soll Käufern von Wohnbaugrundstücken gewährt werden, die nachweislich eine Zisterne (mindestens 1.000 Liter) installieren. Die Förderung soll als Rückvergütung in Höhe von bis zu 1.500 Euro auf den Kaufpreis erstattet werden. Die Kosten müssen nachgewiesen werden. Zisternen auf bereits bebauten Grundstücken sollen auf Nachweis nach denselben Richtlinien ebenso gefördert werden. Dafür sollen im Haushalt 2020 rückwirkend 30. 000 Euro eingeplant werden. Eine rückwirkende Förderung bereits existierender Anlagen (vor 2021) sei indes nicht vorgesehen.

Die CDU sieht ihren Antrag als einen "Einstieg in eine grundsätzliche Diskussion, die in den nächsten Jahren zu vertiefen und zu verfestigen ist". Entsprechende Bürgerinformationen zum Thema Wasserverbrauch, Klimawandel und ähnlichen Stichworten seien notwendig. Denn die Wassersituation in Holdorf bezeichnet Brand als „nach wie vor kritisch“. Es bringe aber nichts, nur auf den örtlichen Wasserverband OOWV „draufzuhauen“, sondern mit ihm zusammenzuarbeiten – und eigene Vorschläge einzubringen, sagte der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Mario Stickfort. Ein Vorschlag seien eben die förderungsfähigen Zisternen.

Bereits seit langem läuft in Holdorf die Debatte um den Verbrauch von Trinkwasser und die begrenzten Wasserkapazitäten. Auch die Diskussion um den geplanten Schlachthof in Steinfeld spielt dabei eine Rolle. Die Politik fürchtete, dass das Wasser aus dem Werk in Fladderlohausen stammen wird. Dessen Kapazitäten sehen viele längst schon am Limit. Der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband (OOWV) schließt allerdings derzeit aus, dass das Wasser für den Steinfelder Geflügelschlachthof aus Holdorf kommt.

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