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Hilft der Bund, baut Damme im Dersabad

Es wäre ein angenehmer Geldsegen: Fördermittel in Höhe von rund 311.000 Euro stehen für Umkleide- und Verwaltungsgebäude sowie einen Kiosk in Aussicht.

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Alles soll weg: Auf der Fläche des jetzigen Umkleidegebäudes im Dersabad möchte die Stadt einen Neubau errichten. In einem zweiten Gebäude soll sich ein Kiosk befinden. Foto: Lammert

Alles soll weg: Auf der Fläche des jetzigen Umkleidegebäudes im Dersabad möchte die Stadt einen Neubau errichten. In einem zweiten Gebäude soll sich ein Kiosk befinden. Foto: Lammert

Eine völlig neue Perspektive für die Sanierung des Umkleidebereichs im Dersabad: Möglicherweise beteiligt sich der Bund mit Mitteln aus einem Sonderprogramm "Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur" an den mit fast 940.000 Euro veranschlagten Gesamtkosten.

Bei der Sitzung des Finanzausschusses ging Mike Otte, Leiter des Fachbereichs Bürgerservice und Soziales, auf das Programm ein. Nach seinen Worten steht auch Geld für Freibäder zur Verfügung. Die Förderhöhe betrage 45 Prozent der reinen Netto-Baukosten.

Die belaufen sich bei diesem zweiten Abschnitt auf rund 691.500 Euro, sodass im Idealfall ein Zuschuss in Höhe von zirka 311.000 Euro fließt. Die Stadt müsse bis zum 30. Oktober eine Projektskizze einreichen, sagte Mike Otte. Ab April 2021 finden Koordinierungsgespräche mit dem Bund statt. Geht alles glatt, muss die Stadt innerhalb von 6 Wochen einen Förderantrag stellen. Die Entscheidung über die Mittelvergabe fällt dann im Laufe des kommenden Jahres. Das Geld fließt aber nur, wenn die Sanierung nicht vor der Bewilligung begonnen hat.

Sanierung wäre zu teuer

Die Förderstelle habe die Verwaltung darauf hingewiesen, sie solle im Antrag deutlich machen, dass die Stadt den ersten Sanierungsabschnitt komplett ohne Zuschüsse finanziert hat. Und sie solle klar machen, dass mit der Umgestaltung der Umkleidegebäude die Sanierung abgeschlossen ist.

Zuvor hatte Herbert Buddelmeyer von Büro "Bocklage und Buddelmeyer" in Vechta die Pläne vorgestellt. Es handele sich um einen Neubau, weil eine Sanierung des vorhandenen Gebäudes zu teuer gewesen wäre. Entstehen sollen letztlich zwei Gebäude. Das eine, parallel zum Dersa-Sportpark errichtet, umfasst die Einzel- und Sammelumkleidekabinen und Sanitäranlagen, getrennt für Männer und Frauen; Umkleide- und Sanitärbereiche für die Angestellten; einen Raum für Helfer von der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG); einen Lagerraum für Utensilien des Fördervereins des Freibades sowie Büroräume. In einem zweiten Gebäude an der Parkplatzseite ist ein Kiosk mit einem Lagerraum untergebracht, der eine Ausgabe nur innerhalb des Dersabades haben soll. Eine Gastronomie ist in der neuen Planung nicht vorgesehen.

Der neue Haupteingang mit einem automatischen Kassensystem ist zwischen dem Kiosk und dem über 50 Meter langen Hauptgebäude vorgesehen, das teilweise in der Front zum Becken hin in offener Bauweise errichtet wird. CDU-Ratsherr Andreas Balster erklärte, die Investition in das Bad könne die Stadt stemmen, wenn sie Mittel des Bundes erhalte. Sollten die Fördermittel ausbleiben, müsse die Politik sich erneut mit der Bad und dem zweiten Sanierungsschritt befassen.

Neue Beratungen nicht ausgeschlossen

Bürgermeister Gerd Muhle (CDU) betonte, es handele sich bei dem Neubau um ein reines Funktionsgebäude, so wie die Politik es der Verwaltung vorgegeben habe. Größere Einsparungen, die einige Ausschussmitglieder gerne sehen würden, seien kaum möglich.

Jens Droppel, ebenfalls von der CDU, mahnte, der Rat stehe gegenüber den Bürgern im Wort, im Dersabad vernünftige Umkleidekabinen zu schaffen. Denn es sei unbedingt notwendig, die hygienischen Bedingungen zu verbessern.

Der Ausschuss empfahl dem Rat zu beschließen, im Falle eines Bundeszuschusses den zweiten Bauabschnitt auf Grundlage des Buddelmeyer-Entwurfs umzusetzen. Ansonsten wollen die Politiker neu beraten. Zudem soll der Rat festlegen, dass es einen Neubau und keine Sanierung im Bestand geben wird.

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