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Hausärzte sind gefragt

Thema: Zweitimpfung ohne Astrazeneca - Die ständigen Prüfungen und sich ändernden Empfehlungen führen zur Unsicherheit bei den Bürgern.

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Es ist ein wenig so wie bei dem Filmklassiker "Und täglich grüßt das Murmeltier": Kaum ist die Diskussion um Astrazeneca-Impfstoff ausgestanden, schon gibt es am nächsten Tag eine neue Schlagzeile. Und Johnson & Johnson, deren Vakzin ebenfalls unter Verdacht steht, hat den Impfstart in Europa vorsichtshalber verschoben.

Sicher, alle Beteiligten wünschen sich 100 prozentige Sicherheit, der letztere Hersteller fürchtet zudem um sein Image. Das ist verständlich. Aber was denkt der Verbraucher? Was richtet das mental mit Menschen an, die sich gerne impfen lassen möchten, zugleich aber Nebenwirkungen befürchten?

Die ständigen Prüfungen und sich stetig verändernde Empfehlungen führen jedenfalls nicht dazu, dass der Bürger sich sicherer fühlt. Vor diesem Hintergrund wirkt es auch verunsichernd auf Betroffene, dass nach neuester Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) mit Astrazeneca Geimpfte unter 60 Jahren bei der Zweitimpfung einen mRNA-Vakzin erhalten sollen. Der Hinweis, dass "im Einzelfall" nach Rücksprache mit dem Arzt auch Astrazeneca verwendet werden darf, macht es leider nicht besser.

Wünschenswert wäre, dass die Stiko viel deutlicher kommunizieren würde, dass es die Hausärzte sind, die Astrazeneca auf Wunsch auch an unter 60-Jährige verimpfen dürfen. Zählen sollte vor allem, das Geimpfte so vor einem schweren Covid-19-Verlauf 100 prozentig geschützt sind. Die Empfehlung sollte daher lauten: Gebt den Hausärzten so viel Astrazeneca wie möglich, damit die Pandemie schneller besiegt werden kann.

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