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Hansaplatz: Planung findet nicht die Zustimmung aller

Der Planungs- und Umweltausschuss hat die Neugestaltung des Hansaplatzes in Friesoythe diskutiert.  Kritik gab es an Überdachung und Haltestellen.

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Soll neu gestaltet werden: der Hansaplatz in Friesoythe. Der Fachausschuss stimmte für die vorgestellten Pläne.  Foto: Passmann

Soll neu gestaltet werden: der Hansaplatz in Friesoythe. Der Fachausschuss stimmte für die vorgestellten Pläne.  Foto: Passmann

Der von der Verwaltung der Stadt Friesoythe vorgelegte Entwurf zur   Umgestaltung des Hansaplatzes in Friesoythe fand nicht unbedingt die Zustimmung aller Mitglieder des zuständigen Planungs- und Umweltausschusses. Zwölf Haltestellen soll es dort künftig geben. Übersichtlicher, sicherer, moderner und barrierefrei sollen die Vorteile des Zentralen Busbahnhofs sein, der im Zuge des Ausbaus der Fries-oyther Kirchstraße umgestaltet wird.

„Wir haben die Planungen mit zahlreichen Beteiligten wie dem Landkreis, Busunternehmen, Beirat für Menschen mit Beeinträchtigungen, Anliegern und AMG abgestimmt und die jetzige Planung fand die Zustimmung der Beteiligten“, sagte Bürgermeister Sven Stratmann während der Sitzung im Forum am Hansaplatz. „Die Zeit drängt, damit wir die entsprechenden Förderanträge stellen können.“ Die Stadt erwartet für das Vorhaben erhebliche Zuschüsse von der Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen (LNVG),

„Ich möchte den Plan nicht jeden Tag wieder ändern.“Bürgermeister Sven Stratmann

Bemängelt wurde von Ratsherr Eike Baran (SPD), dass gerade die Bewegungsströme durch die Schüler des Albertus-Magnus-Gymnasiums (AMG) nicht ausreichend bedacht wurden. So könne er dem Plan nicht zustimmen.

Das sah auch der Leiter des AMG, Peter Stelter, so. „Ich mache mir Sorgen um meine Schüler, wenn mehr als 1000 zu den Bussen strömen. Die Gefahrenlage ist da“, so Stelter. Verschnupft gab er sich ebenfalls wegen der Überdachung der Warteinsel. Er hätte sich gefreut, wenn er im Vorfeld in die Planungen mit einbezogen worden wäre.

Wegen der geplanten Überdachung gab es auch Kritik von Karl-Heinz Krone (CDU). „Mir passt es nicht, dass die Toiletten auf der Warteinsel untergebracht werden sollen. Das haben wir von der CDU deutlich gesagt“, so Krone. „Das ist ja auch nur ein Vorschlag. Den Standort können wir natürlich jederzeit ändern“, entgegnete der Bürgermeister.

Anordnung der Haltestellen provoziert Unmut

Kritik übte Ratsherr Bernd Wichmann (CDU) an der Anordnung der zwölf Bushaltestellen. „Hier muss doch eine Verschiebung der Busse möglich sein, damit mehr Platz für einen Übergang zur Warteinsel gegeben ist. Ich glaube, hier ist wohl etwas vergessen worden“, monierte er.

„Das ist nicht möglich. Wir haben nichts vergessen. Es ist insbesondere mit den Leuten abgestimmt, die jeden Tag hinter dem Steuer eines Busses sitzen“, erwiderte Stratmann. Er wolle den Plan nicht jeden Tag wieder ändern.

Muss er auch nicht, denn bei vier Enthaltungen wurde der vorgelegten Umgestaltung zugestimmt.

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