Das Nachrichtenportal vonMünsterländische Tageszeitung MT undOldenburgische Volkszeitung OV

Hallenbau in Friesoythe: Olivier (CDU) macht neuen Vorschlag

Der Lokalpolitiker hat im Kreisschulausschuss eine neue Idee ins Spiel gebracht. Der Kreis sollte die Kosten komplett übernehmen, dann aber auch Miete von der Stadt kassieren.

Artikel teilen:
Bedarf an Doppelstunden: In Friesoythe werden weitere hallenzeiten benötigt, ein Neubau soll Abhilfe schaffen. Symbolfoto: Hermes

Bedarf an Doppelstunden: In Friesoythe werden weitere hallenzeiten benötigt, ein Neubau soll Abhilfe schaffen. Symbolfoto: Hermes

Noch uneins über die Finanzierung einer neuen Dreifeld-Sporthalle in Friesoythe sind der Landkreis und die Stadtverwaltung. Wie berichtet, wollte der Kreis den Bau zu einem Drittel finanzieren, die Stadt sollte zwei Drittel übernehmen.

„Über diese Aufteilung herrschte jedoch kein Einvernehmen“, erklärte Kreisrat Neidhard Varnhorn dazu. In einem Schreiben aus dem Oktober teilte die Stadt mit, dass eine mögliche Kostenbeteiligung erst im Anschluss an die Kreistagsbeschlüsse zur möglichen Standortfrage in den städtischen Gremien gesondert beraten werden könne.

Kreis ermittelt Fehlbedarf von 36 Doppelstunden

In einer anschließenden Abfrage stellte sich zudem heraus, dass bei den kreiseigenen Schulen ein Gesamtbedarf von 96 Doppelstunden besteht. Neben der Nutzung der bestehenden Sporthalle am Albertus-Magnus-Gymnasium bleibt ein Fehlbedarf von 36 Doppelstunden. Dafür bräuchte es mindestens zwei Anteile einer Drei-Feld-Sporthalle. Also schlägt die Kreisverwaltung nun eine Aufteilung von zwei Drittel für den Kreis und einem Drittel für die Stadt vor.

Prof. Dr. Lucien Olivier (CDU) brachte nun während der jüngsten Sitzung des Kreisschulausschusses eine neue Idee ins Spiel: „Der Kreis muss klar Stellung beziehen und die Halle komplett finanzieren.“ Die Stadt Friesoythe solle dann für die Stunden ihrer Schüler ein Nutzungsentgelt zahlen.

Als Alternative, die dann noch weiter ausgehandelt werden müsse, konnten sich auch die weiteren Ausschussmitglieder damit anfreunden. Zudem soll weiter ein Austausch zwischen den beiden Verwaltungen stattfinden. „Der Bedarf ist unbestritten. Wichtig ist uns die Beachtung der verkehrlichen Situation. Wir brauchen dort dann mehr Parkplätze als auch gesetzlich vorgegeben“, sagte Hans Meyer (SPD).

Kreis hat potenzielle Fläche gekauft

Wie berichtet hat der Landkreis im Herbst 2019 die unmittelbar an das AMG angrenzende Fläche zur Größe von rund 6000 Quadratmeter als potenzielle Fläche zur langfristigen Sicherung der Schulentwicklung des AMG erworben. Diesen Kauf hat die Stadt Friesoythe zum Anlass genommen, das Grundstück in die Überlegungen zur Standortwahl für die Sporthalle mit einzubeziehen.

Der Zeitpunkt des Baus sei noch völlig offen. „Da die Maßnahme bisher nicht eingeplant war, könne derzeit auch aufgrund verschiedener Maßnahmen in der Hochbauabteilung dazu keine verlässliche Aussage getroffen werden“, heißt es in der Beschlussvorlage.

Der Landkreis Cloppenburg als Schulträger des AMG, der Berufsbildenden Schule Friesoythe sowie der Förderschule Elisabethschule verfügt über eine kreiseigene Drei-Feld-Sporthalle beim AMG am Hansaplatz. Die Stadt Friesoythe hat ebenfalls eine Drei-Feld-Sporthalle auf dem Gelände zwischen der Realschule und der Elisabethschule am Großen Kamp Ost sowie über Sporthallen in verschiedenen Ortsteilen.

Jetzt neu! Moin Friesoythe! Der wöchentliche Newsletter für die Eisenstadt mit aktuellen News und Informationen. So verpassen Sie nichts mehr. Jeden Donnerstag in Ihrem Postfach. Jetzt hier anmelden.  

Hier klicken und om-online zum Start-Bildschirm hinzufügen

Hallenbau in Friesoythe: Olivier (CDU) macht neuen Vorschlag - OM online