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Habeck sieht Chancen für Comeback der Solarindustrie

98 Prozent der Solarzellenproduktion kommt derzeit aus Asien. Das muss nicht so bleiben, meint Robert Habeck

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Wirtschaftsminister Robert Habeck und Gunter Erfurt (r), Vorstandsvorsitzender der Meyer Burger Technology AG. Foto: dpa/Stache

Wirtschaftsminister Robert Habeck und Gunter Erfurt (r), Vorstandsvorsitzender der Meyer Burger Technology AG. Foto: dpa/Stache

Wirtschaftsminister Robert Habeck sieht Chancen für ein Comeback der Solarindustrie in Deutschland. Mit Blick auf eine geplante starke Ausweitung von Solaranlagen in Deutschland sagte der Grünen-Politiker zum Abschluss einer 2-tägigen Sommertour, es wäre dumm, den Markthochlauf nicht auch industriepolitisch zu nutzen. In Deutschland habe man vor einigen Jahren die Solarindustrie unverständlicherweise kaputtgehen lassen. "Aber wir können es wieder hochziehen."

Habeck besuchte den Solarmodulhersteller Meyer Burger Technology AG in Bitterfeld-Wolfen, der ehrgeizige Ziele hat. Firmenchef Gunter Erfurt betonte den Qualitätsvorsprung gegenüber Herstellern aus Asien. Weltweit stamme derzeit 98 Prozent der Solarzellenproduktion aus Asien, vor allem aus China.

Der Wirtschaftsminister sagte, die Logik, dass die Produktion aus Kostengründen nach Asien gehen müsse, habe sich gewandelt. Habeck nannte höhere Transportkosten und eine stärkere Robotisierung der Produktion in Deutschland und Europa. Die Bundesregierung werde alles dafür tun, dass es gelinge, mit dem Hochlauf der solaren Energieproduktion auch einen Hochlauf der Produktion für Solarenergie in Deutschland wieder möglich zu machen.

Habeck sagte mit Blick auf die Gaskrise, es müssten alle politischen und gesellschaftlichen Kräfte angestrengt werden, durch diese schwere Zeit zu kommen. Zugleichaber dürfe der Aufbau der nächsten Wertschöpfungskette in Deutschland nicht vernachlässigt werden. Es gehe darum, trotz Krise in die Zukunft zu investieren.

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