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Gymnasium arbeitet Gemeinschaftsdefizite in Projekttagen auf

Als Schwerpunkte haben die Organisatorinnen Caroline Renschen und Maria Plaggenborg die Themenbereiche Soziales Miteinander, Gesundheit, Kunst, Musik und Medienkompetenz vorbereitet.

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Infos zum Thema Drogen und Alkohol: Harald Nienaber, Beauftragter der Polizei für Jugendsachen, mit Schülern des neunten Jahrgangs. Foto: Siemer

Infos zum Thema Drogen und Alkohol: Harald Nienaber, Beauftragter der Polizei für Jugendsachen, mit Schülern des neunten Jahrgangs. Foto: Siemer

An 2 schulinternen Projekttagen vor den Herbstferien haben Schüler und Lehrer des Copernicus Gymnasiums Löningen eine ganzheitliche Aufarbeitung der Pandemie-Erfahrungen gestartet.  Vor allem in den unteren und mittleren Jahrgängen sind vielfältige Angebote im Bereich des sozialen Miteinanders, der Bewegung, Musik, Kunst, Gesundheit, Ernährung, der Lernstrategien und der Medienkompetenz gemacht worden. In der Oberstufe bildeten die Berufsorientierung und das Thema Kommunikation die Schwerpunkte.

Vor allem Gemeinschaft blieb auf der Strecke

Die Planungen seien bereits im April – mitten im Lockdown des zweiten Corona-Jahres – begonnen worden. Das berichtet Caroline Renschen, die mit Maria Plaggenborg das vom Land finanziell unterstützte Aktionsprogramm „Startklar in die Zukunft“ organisiert hat. Zu Beginn der Überlegungen sei man von etlichen Defiziten ausgegangen, die man ursprünglich in einer Projektwoche habe angehen wollen. Erwartet worden seien dabei vor allem Förderdefizite beim Lernen. Anschließend sei aber immer deutlicher geworden, dass ganz andere Dinge auf der Strecke geblieben seien, beziehungsweise vermisst würden, nämlich Gemeinschaft und soziales Miteinander. Daher hätten alle Beteiligten diesen Bereich als Schwerpunkt gewählt.

Im Laufe des Schuljahres, so informiert Schulleiter Ralf Göken in einem Elternbrief, sollen in einem zweiten Block weitere Projekte zu den genannten Themen folgen. Zudem hoffe man darauf, dass bald auch Klassen- und Studienfahrten unter anderem nach Tulfes, Berlin oder Trier wieder möglich werden. Sie stärken das Gemeinschaftsgefühl schließlich besonders.

Zusätzlich seien auch Exkursionen geplant. Göken kündigte zudem an, dass die nach den Lernstandserhebungen bedarfsgerecht angepassten Basismodule genutzt werden können, um eventuelle Lernrückstände aufzuholen. Neben den von den Pädagogen angebotenen Projekten hatten die Organisatorinnen auch Experten unter anderem der Arbeitsagentur, der Artland Dragons oder der AOK für Gespräche und Vorträge gewinnen können.

Natürlich war Harald Nienhaber, der Beauftragte der Polizeiinspektion für Jugendsachen, bei den Projekttagen mit von der Partie. Er informierte unter anderem die Mädchen und Jungen des 9. Jahrgangs über Prävention, Vorschriften und Gesetze sowie die Wirkung und die Gefahr von Drogen. Ebenfalls auf dem Stundenplan stand das gemeinsame Singen und Üben in den jüngeren Jahrgängen der Bläser- und Streicherklassen. „Natürlich zeigt sich das eine oder andere Defizit. Aber alle freuen sich und sind mit viel Spaß bei der Sache“, erzählt Maria Deyen, eine der Musiklehrerinnen.

Experten des Projekts "Love Storm zu Gast im CGL

Auch im Fach Kunst stand das Gemeinschaftserlebnis im Mittelpunkt. Jeder fertigte ein Puzzleteil, dass dann zum Ganzen zusammengesetzt wurde. Neben Infos zu Stipendien, Studienfinanzierung und MINT-Studienfächern waren zwei Fachleute des Projekts „LOVE-Storm – Gemeinsam gegen Hass im Netz“ des Bundes für Soziale Verteidigung als Trägerverein zu Gast. „Wir wollen die Schüler befähigen, dem Hass und Cyber-Mobbing im Netz effektiv entgegenzutreten“, erläutert einer der Lehrer.

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