Das Nachrichtenportal vonMünsterländische Tageszeitung MT undOldenburgische Volkszeitung OV

Gruppe fordert sozialen Wohnungsbau

Die Fraktion Grüne/Die Linke im Löninger Rat stellt einen Antrag zur Gründung einer kommunalen Wohnungsbaugesellschaft.

Artikel teilen:
Beispielhaft: Der Bau kleiner bezahlbarer Wohnungen wie beim Volks- bank-Neubau  ist Aufgabe einer kommunalen Wohnungsbaugesellschaft. Foto: Willi Siemer

Beispielhaft: Der Bau kleiner bezahlbarer Wohnungen wie beim Volks- bank-Neubau  ist Aufgabe einer kommunalen Wohnungsbaugesellschaft. Foto: Willi Siemer

Den aus ihrer Sicht dringend notwendigen sozialen Wohnungsbau in Löningen möchte die Gruppe „Die Grünen/Die Linke“ durch die Gründung einer kommunalen Wohnungsbaugesellschaft oder Genossenschaft starten. Die drei Ratsmitglieder haben einen entsprechenden Antrag an Bürgermeister Marcus Willen gestellt und ihn gebeten, den Antrag für den „praktikablen Ansatz“ zum Bau von Wohnungen auf die Tagesordnung der nächsten Ratssitzung zu setzen.

„Wir benötigen Wohnungsbau auf einem Niveau, was sich Menschen mit niedrigem Einkommen sowie Rentner, Erwerbslose oder Auszubildende leisten können.“Egbert Schäpker, Grüne

Zur Begründung verweist Egbert Schäpker (Grüne) im MT-Gespräch auf die seit Jahren stark steigenden Mieten und Immobilienpreise durch eine große Nachfrage nach Wohnungen in Löningen. Insbesondere werde in den Anzeigen die „Exklusivität" hervorgehoben. Dies zeige, dass es nicht nur für Menschen mit geringem Einkommen schwierig sei, an bezahlbaren Wohnraum zu kommen. „Wir benötigen Wohnungsbau auf einem Niveau, was sich Menschen mit niedrigem Einkommen sowie Rentner, Erwerbslose oder Auszubildende leisten können“, so Schäpker. Das regele der Markt eben nicht allein, dafür seien Anstöße und Rahmenbedingungen wie eine kommunale Gesellschaft oder Genossenschaft einfach notwendig. Dieser Zustand treffe auf eine Entwicklung, die die Situation noch einmal deutlich verschärfe:

Prognose: 120 Mehrfamilienhäuser müssten bis 2030 her

Die Zahl der Haushalte, die  kleine und mittlere Wohnraum-Nachfrage, steige deutlich an. Dieses Angebot fehle jetzt schon und die Situation verschärfe sich in den kommenden zehn Jahren noch einmal deutlich. Dies belege auch das vom Kreis in Auftrag gegebene Wohnraum-Versorgungskonzept, das von einem Neubaubedarf von 120 Mehrfamilienhäusern in Löningen bis 2030 ausgeht. Single-Haushalte nehmen danach um 12,4 Prozent, Senioren-Haushalte sogar um 35 Prozent bis 2030 gegenüber 2016 zu.  Es müsse Ziel einer am Bürger orientierten Politik sein, Erwerbstätigen und hier insbesondere Familien mit einem nicht so hohen Einkommen die Möglichkeit zu bieten, zu angemessenen Preisen qualitativ hochwertigen Wohnraum nutzen zu können.

Als positive Beispiele verweist er auf die Arbeit der beiden kommunalen Wohnungsbaugenossenschaften in Haselünne und Meppen. In der Nachbarstadt seien neben der Kommune selbst die Nachbargemeinden Herzlake, Lähden und Dohren, die katholische Kirchengemeinde und die Volksbank der Stadt Mitglieder. Ein ähnliches Modell schwebe den Antragstellern auch für Löningen vor. Zu prüfen sei, ob das Projekt nicht auf die Kommunen des Alten Amtes Löningen ausgedehnt werden könne. Dabei gehe es nicht nur um Neubau und Verdichtung im Stadtbereich, sondern auch darum , bereits bestehende Immobilien zu kaufen und zu sanieren.  

Der Hinweis auf die bestehende Wohnungsbaugesellschaft des Kreises sei wenig hilfreich. In Löningen sei seit vielen Jahren nichts passiert. Das letzte Projekt, das seines Wissens nach in der Stadt verwirklicht worden wurde, seien die rund 35 Jahre alten Gebäude nach dem Abriss der alten Realschule an der Mühlenstraße.

Sie wollen nichts verpassen, worüber das Oldenburger Münsterland spricht? Dann abonnieren Sie jetzt unseren Newsletter „Moin, OM!“. Er fasst für Sie das Wichtigste für den Tag auf einen Blick zusammen – immer montags bis freitags zum Start in den Tag.  Hier geht es zur Anmeldung

Hier klicken und om-online zum Start-Bildschirm hinzufügen

Gruppe fordert sozialen Wohnungsbau - OM online