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Grünes Quartett will in den Rat

Der Kommunalwahlkampf in der Gemeinde Saterland ist eröffnet: Die Grünen stellten in Ramsloh als erste Partei in der Kommune ihre Kandidaten vor, die in den Gemeinderat gewählt werden möchten.

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Sie kandidieren für Bündnis 90 / Die Grünen: Georg Tebben (von links), Eduard Bork, Dr. Henning Hormann und Walter Hußmann, die hier vor dem Rathaus stehen.   Foto: Kruse

Sie kandidieren für Bündnis 90 / Die Grünen: Georg Tebben (von links), Eduard Bork, Dr. Henning Hormann und Walter Hußmann, die hier vor dem Rathaus stehen.   Foto: Kruse

Neben Dr. Henning Hormann (Scharrel), bisher einziges Ratsmitglied der Partei im Saterland, bewerben sich Georg Tebben (parteilos), Walter Hußmann und Eduard Bork (alle Sedelsberg) um ein Mandat. Ziel sei es, dass alle vier in den Rat gewählt werden, um dort mindestens mit der SPD gleichzuziehen, sagte Dr. Hormann. Offiziell nominiert wird das Quartett Anfang Juni in Cloppenburg vom Kreisvorstand. Ortsverbände gibt es bei Bündnis 90/Die Grünen nicht.

Bis dahin können sich auch noch weitere Kandidaten bei der Partei melden. Seit einigen Wochen läuft landkreisweit eine Werbekampagne. Denn "Grün wächst", teilte der Kreisvorstand mit. Das bedeute, dass die Partei im Landkreis viele neue Mandate erringen werde. Mehr vielleicht als derzeit Kandidatinnen und Kandidaten zur Verfügung stehen. Gesucht werden daher offene, grün-nahe Menschen, die aktiv mitgestalten wollen, so der Kreisvorstand.

Ergebnis auf Niveau der Europawahl ist das Ziel

Ziel sei es, im Rat mehr Einfluss zu bekommen als bisher, so Hormann. Anvisiert werde ein Ergebnis, das in den Bereich der Europawahl 2019 komme. Mit 17,43 Prozent erzielten die Grünen damals im Saterland das zweitbeste Ergebnis hinter den Platzhirschen CDU.

Was wollen die vier Bewerber im Saterland ändern und bewegen? Der Flächenfraß bei Wohn- und Gewerbebebauung müsse beendet werde, sagen Bork und Hormann. Walter Hußmann liegen die Themen Umwelt und der Gewerbe- und Industriepark C-Port am Herzen. Georg Tebben wünscht sich eine familienfreundlichere Vergabe von Wohnbaugrundstücken nach einem Punktesystem.

Derzeit sei jemand, der drei Kinder habe, gleichgestellt mit einem Bauunternehmer. Das sei sozial ungerecht. Zudem wollen sich alle vier für mehr Moor- und Umweltschutz sowie eine nachhaltige Landwirtschaft einsetzen.

Die ebenfalls im Rat vertretenen Parteien CDU, SPD, UWG und die AfD haben bislang noch keine Kandidaten vorgestellt.

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