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Grüne werfen Lies scheinheilige Wolfspolitik vor

Der Abgeordnete Christian Meyer wirft dem Umweltminister vor, den Wolf abschießen lassen zu wollen, obwohl das Tier weiterhin bedroht sei. Das sieht Lies anders.

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Steht wegen seiner Wolfspolitik in der Kritik: Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies (SPD). Foto: dpa/Stratenschulte

Steht wegen seiner Wolfspolitik in der Kritik: Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies (SPD). Foto: dpa/Stratenschulte

Die Grünen im Landtag haben Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies (SPD) eine scheinheilige Wolfspolitik vorgeworfen. Der Minister verliere immer wieder große Worte zu immer neuen Verfügungen und Abschussplänen, sagte der Grünen-Abgeordnete Christian Meyer. Aus der Antwort des Ministeriums auf eine Anfrage der Grünen gehe hervor, dass das Land der Einschätzung des Bundesumweltministeriums folgt, dass der Wolf weiterhin bedroht ist. Trotzdem wolle der Minister mit der Aufnahme der Tiere ins Jagdrecht vorgaukeln, Wölfe könnten gejagt werden. In Wirklichkeit bleibe der Wolf aber ganzjährig geschützt.

Stattdessen sollte die Alternative des Herdenschutzes mit mehr Energie verfolgt werden, sagte Meyer. Von 379 von Landwirten gestellten Anträgen auf Schutzmaßnahmen bei Schafsherden seien bislang erst 220 beschieden. 159 Landwirte warteten aber weiterhin auf die beantragte Förderung. Das Projekt "Herdenschutz Niedersachsen" werde zusammen mit dem Naturschutzbund werde mit gerade mal 79.860 Euro gefördert.

Auch die Ausstattung von Wolfsrudeln mit Peilsendern werde im Moment vom Land nicht mehr verfolgt, wie aus der Anfrage hervorgeht. Dabei sei ursprünglich geplant gewesen, einen Wolf je Rudel mit einem Sender zu versehen, um die Bewegungsmuster der Wildtiere zu erfassen.

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