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Grüne rufen Bürger zur Mitsprache auf

In der Standortsuche für ein atomares Endlager sei noch nichts entschieden. Dass Südoldenburg jetzt genannt ist, bedeute zunächst nur, dass die Region nicht von vornherein ausgeschlossen wurde.

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Foto: Sebastian Kahnert/dpa

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Die neue Suche nach einem Endlager für radioaktiven Müll werde von belastbaren geowissenschaftlichen Mindestanforderungen an die Gesteinsformationen geleitet und durch ein transparentes Verfahren mit Bürgerbeteiligung flankiert. Hierzu wurde in einem ersten Schritt mitgeteilt, welche Standorte überhaupt die geologischen Anforderungen erfüllen. Dass Südoldenburg jetzt genannt ist, bedeute zunächst nur, dass die Region zumindest nicht von vornherein ausgeschlossen wurde. Entschieden sei noch nichts, teilt der Kreisverband Cloppenburg von Bündnis 90 /Die Grünen mit.

In einem nächsten Schritt müsse in diesen Regionen geprüft werden, ob die natürlichen Gegebenheiten über- und untertage auch die Anforderungen tatsächlich erfüllen. Es sei somit noch lange nicht gesagt, dass in der hiesigen Region auch das Endlager entstehen wird. „Wäre es nach uns Grünen gegangen, hätte es Atommüll nie gegeben. Immerhin haben wir bewirkt, dass das letzte Atomkraftwerk 2022 abgeschaltet und kein weiterer Atommüll produziert wird“, so Anne Rameil, Kreisvorsitzende der Grünen.

Mögliches Endlager sei mit Ängsten verbunden

„Nun müssen wir mit der Hinterlassenschaft jahrzehntelanger konservativ-liberaler Energiepolitik verantwortlich umgehen und den sichersten Standort finden. Alle Bürger sind dazu aufgerufen, sich über den weiteren Verlauf zu informieren und aktiv politisch einzubringen“, ergänzt Stephan Christ, Co-Vorsitzender der Grünen im Kreisverband Cloppenburg.

Zunächst einmal löse ein mögliches Endlager für hoch radioaktiven Atommüll nirgendwo Begeisterung aus und sei mit Ängsten und spontaner Abwehr verbunden. Fakt sei, dass der bislang dezentral oberirdisch gelagerte Atommüll aus einer Technologie stammt, die die Anti-Atom-Bewegung stets abgelehnt habe.

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