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Grüne nominieren Stephan Christ als Landtagskandidaten

Die Partei hat den 31-Jährigen aus Cloppenburg für die  Landtagswahl gewählt. Er tritt für die Grünen im Wahlkreis 67 an.

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Nach der Wahl: Stephan Christ (links) mit dem Landesvorsitzenden Hans-Joachim „Hanso“ Janßen.   Foto: Grüne Cloppenburg

Nach der Wahl: Stephan Christ (links) mit dem Landesvorsitzenden Hans-Joachim „Hanso“ Janßen.   Foto: Grüne Cloppenburg

Stephan Christ geht als Kandidat von Bündnis 90/Die Grünen im Wahlkreis 67 (Cloppenburg) ins Rennen für die Landtagswahl am 9. Oktober. Das hat die Wahlversammlung der Partei entschieden, die Teilnehmer nominierten den 31-Jährigen aus Cloppenburg einstimmig.

In seiner Vorstellungsrede hob Christ neben notwendigen Veränderungen in Landwirtschaft und den Rahmenbedingungen, die das Land für Kinder und Jugendliche gerade in der Pandemie setzt, insbesondere die Bedeutung der Mobilität im ländlichen Raum hervor.

Als Sprecher der parteiinternen Landesarbeitsgemeinschaft „Mobilität und Verkehr“ stelle er fest, dass nicht nur im Landkreis Cloppenburg, sondern überall in der Fläche die Mobilität zu einseitig auf den eigenen Pkw ausgerichtet sei. "Der wird auch noch lange eine wichtige Rolle spielen, aber wir müssen heute anfangen, eine Mobilität für alle Menschen in unserer Gesellschaft zu schaffen. Das Auto ist hier die denkbar schlechteste Alternative und am wenigsten inklusiv", so Christ. Er sieht das Land in der Pflicht, einerseits die richtigen Rahmenbedingungen für die Kommunen zu schaffen, andererseits auch interkommunalen ÖPNV, Radwegeausbau und Schienenreaktivierungen stärker in die Hand zu nehmen.

E233 und A20 sind für Christ Milliardengräber

Milliardengräbern wie der E233 oder A20 müsse hingegen schon aus Gründen des Klimaschutzes ein Riegel vorgeschoben und das Geld nachhaltiger investiert werden.

Aufgrund der Pandemie wurde die Wahlveranstaltung im Hotel Taphorn in Cloppenburg möglichst kurz gehalten, eine Vorstellung und Befragung des Kandidaten hatte bereits digital im Vorfeld stattgefunden.

Während der Versammlung berichtete der für Cloppenburg zuständige Abgeordnete und Grüne-Landesvorsitzende "Hanso" Janßen von seinen ersten Monaten im Landtag. Nach der Bundestagswahl zog er erneut ins Parlament ein.

Janßen: Brauchen Anpassung der niedersächsischen Bauordnung

Er betonte die vielfältigen Aufgaben, die nach nunmehr viereinhalb Jahren großer Koalition für das Land anstehen. Neben der Anpassung der Niedersächsischen Bauordnung zum verpflichtenden Bau von Solaranlagen und der Gründung einer Landeswohnungsbaugesellschaft betonte er die Dringlichkeit zur Einrichtung eines Niedersachsenfonds.

Mit diesen Mitteln soll es Kommunen ermöglicht werden, Zukunftsinvestitionen und dringend notwendige energetische Sanierungen zu tätigen. Um dies umzusetzen, brauche es ab Oktober "Grün statt Stillstand aus SPD und CDU im Land" , so Janßen.

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