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Grüne in Bund und Land empört von Cloppenburger CDU

Landes- und Bundespolitiker der Grünen üben jetzt ebenfalls Kritik an der Position der CDU im Cloppenburger Kreistag zu den Werkverträgen.

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Symbolfoto: dpa

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"Die Resolution zeigt, wie sehr die regionale CDU mit den Fleischbaronen verbandelt ist. Das menschenunwürdige System der Werkverträge muss ein Ende haben." Mit diesem Statement übt Filiz Polat, Bundestagsabgeordnete der Fraktion "Bündnis 90/Die Grünen" scharfe Kritik an der Resolution der Cloppenburger Kreisverwaltung. Wie bereits berichtet, setzte sich die CDU-Mehrheit im Kreistag mit ihrem Entwurf für eine Regulierung: Werkverträge seien kein Problem, man müsse den Missbrauch verhindern

Nachdem bereits der Cloppenburger Kreisverband der Partei "Die Linke" und die Gewerkschaft NGG die Kreistags-CDU scharf kritisiert hatten, zeigen sich nun auch die Bundes- und Landesgrünen empört über den "Cloppenburger Alleingang bei Werkverträgen".

"Die Lippenbekenntnisse des CDU-Landesvorsitzenden Althusmann und seiner Agrarministerin Otte-Kinast werden als als unglaubwürdig entlarvt."Christian Meyer, Landtagsabgeordneter (Grüne)

Christian Meyer, Landtagsabgeordneter der Grünen in Hannover, wie folgt kritisiert:  "Die Lippenbekenntnisse des CDU-Landesvorsitzenden Althusmann und seiner Agrarministerin Otte-Kinast nach langem Widerstand jetzt doch für die Abschaffung der ausbeuterischen Werkverträge in der Fleischbranche zu sein, werden durch die lokale CDU in den Schlacht-Hochburgen als unglaubwürdig entlarvt." Die Cloppenburger CDU verstehe sich "immer noch als Schutzpatron von Tönnies, Danish Crown und Wiesenhof, statt als verantwortungsvolle Politiker für die Menschen, die hier mitten unter uns in den Schlachthöfen zu Niedriglöhnen arbeiten und in miserablen Wohnverhältnissen abgezockt werden", verurteilt Meyer.

Deutliche Worte wählt auch Anne Rameil, Kreisvorstand der Cloppenburger Grünen: Das "Herumdoktorn" am System der Werkverträge löse keineswegs das "Problem mit Subunternehmen und miserablen Beschäftigungs- und Wohnverhältnissen".  Daher ihre Forderung: "Wir Grüne wollen menschenwürdige Wohn- und Arbeitsverhältnisse für alle Menschen, die bei uns leben und arbeiten. (...) Wir wollen 100 Prozent Festangestellte und ein Verbot von Werkverträgen in der Fleischbranche."

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