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Grüne fordern mehr Tempo beim Klimaschutz in Lohne

Die Zeit drängt: Die Fraktion fordert eine Überarbeitung des Konzepts der Stadt. Der Ukraine-Krieg gefährde die Energieversorgung – und das auch vor Ort.

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Weniger Autos, mehr Radler: Die Grünen wollen die Stadt Lohne fahrradfreundlicher machen. Dazu muss auch die Infrastruktur angepasst werden – wie hier auf der Fahrradstraße.  Foto: E. Wenzel

Weniger Autos, mehr Radler: Die Grünen wollen die Stadt Lohne fahrradfreundlicher machen. Dazu muss auch die Infrastruktur angepasst werden – wie hier auf der Fahrradstraße.  Foto: E. Wenzel

Die Begleitumstände des Ukraine-Krieges zeigen in vielen Bereichen Baustellen auf. Auch im Klimaschutz. Vor diesem Hintergrund hat die Lohner Bündnis 90/Die Grünen-Fraktion einen Dringlichkeitsantrag an Bürgermeisterin, Dr. Henrike Voet, gestellt. Sie mahnen an, dass der Klimaschutz in der Stadt zu kurz komme – und das, obwohl es ein Klimaschutzkonzept gibt.

„Der russische Überfall auf die Ukraine zeigt uns jetzt deutlicher denn je, in welche Abhängigkeit wir uns durch das Festhalten an fossilen Energieträgern insgesamt und aus Russland insbesondere begeben haben. Das Problem ist für jeden greifbar durch hohe Energiepreise, und spätestens zum nächsten Winter auch durch Energieknappheit oder gar Energienotstand“, heißt es in der Mitteilung der Partei. Es sei Zeit zum Handeln.

„Der bisherige Umgang mit dem Klimaschutzkonzept war recht enttäuschend."Bündnis 90/Die Grünen

Und genau das sei laut den Grünen zu knapp gekommen. „Der bisherige Umgang mit dem Klimaschutzkonzept war recht enttäuschend. Viele Beteiligte sahen die Verabschiedung des Konzeptes als einen Auftrag an die Stadt mit einer Bringschuld zum Handeln. Davon sah man bisher wenig“, bemängeln die Grünen in der Mitteilung. Sie fordern die Stadt auf, die Maßnahmen des Klimaschutzkonzeptes vorzuziehen und die Zielsetzungen den neuen Rahmenbedingungen anzupassen.

Konkret bedeutet das, dass die Verwaltung der Stadt Lohne prüft, ob die folgenden Maßnahmen aus dem Klimaschutzprojekt kurzfristig umsetzbar sind. Zum einen soll die Mobilität im Landkreis klimafreundlicher gestaltet werden. Dafür sollen elektrische Diensträder und E-Autos gefördert werden. Dem muss sich die Infrastruktur anpassen. Den Grünen zufolge sollen die Ladeinfrastruktur ausgebaut und die Radverkehrsinfrastruktur verbessert werden.

Auch bei Sanierung, Um- und Neubau soll der Klimaschutz künftig im Vordergrund stehen. Dem Antrag zufolge sollen die Gebäude der Kommune energetisch optimiert werden. Dabei helfen sollen unter anderem Wärmekonzepte mit erneuerbaren Energieträgern. Auch beantragt die Fraktion, dass städtische Gebäude grundsätzlich mit Photovoltaik-Anlagen und Eigenstromerzeugung ausgestattet werden.

Konzept der Stadt sei auf Folgen des Ukraine-Krieges nicht vorbereitet

Es sei zwingend notwendig, das Klimaschutzkonzept konsequenter umzusetzen und sogar anzupassen. „Bei der Aufstellung des Klimaschutzkonzeptes waren die Entwicklungen infolge des Überfalls Russlands auf die Ukraine auf die Versorgungssicherheit mit fossilen Energieträgern nicht absehbar gewesen“, heißt es im Antrag der Fraktion. Zum Zeitpunkt der Verfassung wurde angenommen, dass noch viel Zeit bestünde, um den Wechsel von fossilen Energien hin zu erneuerbaren zu gestalten – die gewohnten Energieträger würden in der Zeit eine sichere Versorgung gewährleisten. In der Annahme lagen die Verfasser falsch, heißt es vonseiten der Grünen.

„Sowohl die Verfügbarkeit fossiler Energieträger als auch ihre Kosten sind nicht mehr verlässlich anzunehmen“, schreiben sie. Die Frist für die Umsetzung des Klimaschutzkonzeptes müsse vorgezogen werden. Die Stadt Lohne solle als Vorreiter agieren. Der Antrag wird nun in der Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Bau und Stadtentwicklung am 29. März thematisiert.

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