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Grundschulen wünschen sich FSJler

Im Cappelner Schulausschuss wurde jeweils eine volle Stelle für Cappeln und Sevelten/Elsten beantragt. Der Bedarf an Unterstützung ist laut Schulleiterin Christin Hartmann da. Unabhängig von Corona.

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Unterstützung: Förderbedarf gibt es in jeder Klasse. Das können auch FSJler übernehmen. Foto: Thomas Vorwerk

Unterstützung: Förderbedarf gibt es in jeder Klasse. Das können auch FSJler übernehmen. Foto: Thomas Vorwerk

Die Grundschulen in der Gemeinde Cappeln haben jeweils eine volle FSJ-Stelle für das kommende Jahr bei der Gemeinde beantragt, um die Betreuungssituation zu verbessern. Dabei spiele nicht nur die Corona-Situation eine Rolle. Grundsätzlich gebe es Bedarf, sagt Christin Hartmann, Leiterin der Grundschule in Cappeln. Eigentlich sei es eine Länderangelegenheit, die Ganztagsschulen personell auszustatten. Aber wenn man den Personalschlüssel zugrunde legen würde, "dann hätten wir sehr große Gruppen", so Hartmann.

Dass momentan Kohorten gebildet werden, komme noch hinzu. Aber auch außerhalb von Corona "ist es immer sinnvoll, jemanden zu haben, der unterstützt", sagt die Schulleiterin. Es werde immer Förderbedarf geben, aber nicht immer würden dafür Lehrkräfte zur Verfügung stehen. "Jede Vertretung geht zulasten des Förderunterrichts", weiß die Garrelerin.  

Budget ist vom Land knapp bemessen

Für den Ganztagsbetrieb bekomme jede Schule ein Budget vom Land zugewiesen, über das die pädagogischen Mitarbeiter eingestellt werden, die auch in der Nachmittagsbetreuung arbeiten. Das ergebe aber die genannten großen Einheiten. "Weil die Gemeinde zusätzliche Stunden bewilligt hat, können wir in kleineren Gruppen weiterarbeiten." Dies soll aus kommunaler Sicht aber kein Dauerzustand sein.

Während die pädagogischen Mitarbeiter, die über mehrere Monate eine Ausbildung gemacht haben, teilweise schon seit Jahren in der Schule aktiv sind, bleiben die jungen Menschen aus dem Freiwilligen sozialen Jahr nur 12 Monate. "Für sie ist es meistens die Übergangsphase von der Schule zum Studium." Aktuell werde eine solche Kraft zwischen den Grundschulen Sevelten/Elsten und Cappeln aufgeteilt. Im zweiten Halbjahr wird Ricarda Pölking in Cappeln zum Einsatz kommen.

Ein Test für angehende Lehramtsstudenten

Spezielle Vorkenntnisse oder Lehrgänge seien nicht erforderlich. Man müsse bereit sei, Verantwortung zu übernehmen. Der Umgang mit Kindern sollte zu den Stärken gehören und ein gewisses Maß an Kreativität, um die Nachmittagsbetreuung zu gestalten. "Für Menschen, die ein Lehramtsstudium ins Auge fassen, ist es ein guter Test", meint Christin Hartmann, die sich keine Sorgen macht, dass es an Bewerbern und Bewerberinnen mangelt. "Die Nachfrage ist da, aber auch das Angebot." Für das kommende Schuljahr gebe es allerdings noch keine Anfrage. Über das Wirken in den Schulen hinaus sei auch der Einsatz im Jugendtreff der Gemeinde möglich.

Neben den FSJ-Stellen haben die Schulen auch unbefristet zusätzliche finanzielle Mittel für den Ganztagsbereich bei der Gemeinde beantragt. Nach der Anschubfinanzierung ab Sommer 2018 wurde auch in den beiden folgenden Schuljahren Unterstützung von 8 Wochenstunden gewährt. Eine unbefristete Fortführung mit 10 Wochenstunden wird nun gewünscht. Im zuständigen Schulausschuss wurde in Anlehnung an die Anschubfinanzierung die Unterstützung für ein weiteres Jahr empfohlen.

Am 19. Januar wird der Rat dazu und zu den FSJ-Stellen Entscheidungen treffen. Verwaltung und Schulen wurden dazu aufgefordert, das Land Niedersachsen an seine Zuständigkeit zu erinnern. 

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