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Große Sorgen wegen Omikron: Corona-Expertenrat sieht Handlungsbedarf

Die Omikron-Variante des Coronavirus breitet sich rasant aus, einige europäische Länder haben reagiert. Was soll nun in Deutschland passieren, um die Lage in den Griff zu bekommen?

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Bundesweit abgestimmte Gegenmaßnahmen zur Kontrolle des Infektionsgeschehens fordert der Corona-Expertenrat der Bundesregierung. dpa/Dittrich

Bundesweit abgestimmte Gegenmaßnahmen zur Kontrolle des Infektionsgeschehens fordert der Corona-Expertenrat der Bundesregierung. dpa/Dittrich

Kurz vor Weihnachten sorgt die rasante Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus in europäischen Ländern für große Beunruhigung auch in Deutschland – und erhöht den Druck auf die Politik. Der neue Corona-Expertenrat der Bundesregierung warnte vor einer dramatischen Lage. Omikron bringe eine "neue Dimension" in das Pandemiegeschehen, heißt es in einer am Sonntag veröffentlichten ersten Stellungnahme. Es gebe "Handlungsbedarf" bereits für die kommenden Tage. Boosterimpfungen alleine bewirkten keine ausreichende Eindämmung der Omikronwelle, es seien "zusätzlich" Kontaktbeschränkungen notwendig.

In europäischen Ländern breitet sich Omikron rasend schnell aus. In den Niederlanden gilt deswegen seit Sonntag ein neuer strenger Lockdown, auch Dänemark fährt große Teile des öffentlichen Lebens wieder herunter. In Deutschland schloss Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) am Sonntag einen harten Lockdown vor Weihnachten aus.

Zugleich mehren sich Forderungen nach baldigen Beratungen von Bund und Ländern. Nach Auffassung des nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Hendrik Wüst (CDU) müssen diese noch vor Weihnachten einen gemeinsamen Fahrplan vereinbaren. "Wir brauchen eine gemeinsame Strategie gegen Omikron", sagte Wüst am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur (dpa). NRW hat den Vorsitz in der Ministerpräsidentenkonferenz. Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) sagte der dpa, er sei sehr alarmiert über das, was er mit Blick auf Omikron höre.

Variante kann zu "explosionsartiger Verbreitung" führen

In der Stellungnahme des Corona-Expertenrats heißt es, Omikron zeichne sich durch eine stark gesteigerte Übertragbarkeit und ein Unterlaufen eines bestehenden Immunschutzes aus. Die Variante infiziere in kürzester Zeit deutlich mehr Menschen und beziehe auch Genesene und Geimpfte stärker in das Infektionsgeschehen ein: "Dies kann zu einer explosionsartigen Verbreitung führen."

Zum Expertenrat zur Beratung der Regierung gehören neben anderen der Virologe Christian Drosten, der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission, Thomas Mertens, der Präsident des Robert Koch-Instituts, Lothar Wieler, und der Virologe Hendrik Streeck.

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