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Große Lösungen müssen her

Thema: Die Flutkatastrophe und die Folgen – Parallel zum Gedenken an die Opfer und die Aufräumarbeiten muss die Ursache namens Klimawandel angegangen werden.

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Auch Tage nach Beginn der Flutkatastrophe herrscht weiter unfassbares Leid in den Überschwemmungsgebieten in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz. Mehr als 160 Menschen sind in den Wasser- und Schlammmassen nach offiziellen Angaben gestorben, viele weitere werden noch vermisst. Alle anderen sind mit Aufräumarbeiten beschäftigt. Ohne wirklich zu wissen, was die Zukunft bringt.

Was sie jedoch spüren und was ihnen ein bisschen Hoffnung und Mut in diesen schweren Zeiten geben dürfte: Ein ganzes Land steht hinter ihnen. Anteilnahme, Hilfsbereitschaft und Spendenbereitschaft sind riesengroß. Auch die staatlichen Stellen haben schnelle finanzielle Unterstützung angekündigt.

In Zeiten, in denen in der virtuellen Online-Welt häufig der Eindruck entsteht, dass nur noch hasserfüllte Wissensverweigerer und keifende Dummköpfe dieses Land spalten, ist es schön, dass die Realität ganz anders aussieht.

Wer das immer noch leugnet, dem ist nicht zu helfen

Gleichwohl: Parallel zum Gedenken an die Todesopfer und zu den Aufräumarbeiten muss die eigentliche Ursache dieser Naturkatastrophe namens globale Erwärmung angegangen und endlich Gegenmaßnahmen eingeleitet werden.

Selbst dem Letzten muss nun einleuchten, dass die Klimakrise nicht nur existiert und kein weit entferntes Phänomen in Bangladesch oder Australien ist, sondern nun auch mit großer Wucht vor der eigenen Haustür angekommen ist. Wer das immer noch leugnet, dem ist ohnehin nicht mehr zu helfen.

Bei den Gegenmaßnahmen ist Eile geboten. Mit Klimaplänen, die ab 2045 greifen sollen, ein Paar Blühstreifen am Rande von Feldern oder einer Solaranlage auf dem Hausdach ist es nicht getan. Große Lösungen müssen her. Und die heißen unter anderem: Weitaus früherer Kohleausstieg, zeitnahes Ende des Verbrennungsmotors und eine deutliche Reduzierung der industriell gehaltenen Tierbestände.

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