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Gottesdienste mit Gläubigen nicht vor 10. Mai

In den Gesprächen der beiden Kirchen mit der Landesregierung geht es um Schutzmaßnahmen. Im Landkreis Vechta laufen erste Vorbereitungen.

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Einsam mit Maske in der Kirche: Ein Bild aus Bayern. Dort  soll die Wiederaufnahme von Gottesdiensten ab dem 4. Mai möglich sein. In Niedersachsen dauert es noch etwas länger. Foto: dpa/Hoppe

Einsam mit Maske in der Kirche: Ein Bild aus Bayern. Dort  soll die Wiederaufnahme von Gottesdiensten ab dem 4. Mai möglich sein. In Niedersachsen dauert es noch etwas länger. Foto: dpa/Hoppe

Die katholischen Kirchengemeinden vor Ort beginnen angesichts einer möglichen Lockerung der Corona-Regeln mit den Planungen für eine Wiederaufnahme von Gottesdiensten mit Gläubigen. Hierzu hat das Offizialat in Vechta Anweisungen zu vorbereitenden Maßnahmen herausgegeben.

Dazu gehöre, Ordnerdienste aus den Reihen der Gemeindemitglieder zu bestellen, die am Eingang der Gotteshäuser stehen und beispielsweise dafür sorgen, dass die Desinfektionsmittel von den Gottesdienstbesuchern in den Händen verrieben werden. Das sagte Heiner Zumdohme, Leitender Pfarrer der katholischen Pfarrei St. Viktor in Damme, Neuenkirchen, Osterfeine und Rüschendorf.

„In Damme werden wir darauf hinweisen, dass die Gottesdienstbesucher weiterhin von der Sonntagspflicht entbunden sind. Wir empfehlen, zuhause zu bleiben.“Heiner Zumdohme, Leitender Pfarrer St. Viktor

„Wir werden unsere Gemeindemitglieder über unsere Medienkanäle um Akzeptanz und um Einhaltung der Regeln bitten“, sagte Zumdohme. „In Damme werden wir darauf hinweisen, dass die Gottesdienstbesucher weiterhin von der Sonntagspflicht entbunden sind. Wir empfehlen, zuhause zu bleiben.“

Entscheidend ist der Abstand der Gläibigen von 1,5 Metern zueinander

Unterdessen laufen auch Gespräche zum Thema zwischen den katholischen Bischöfen und der Konföderation der evangelischen Kirchen mit der Landesregierung. Von katholischer Seite sei ein Maßnahmenkatalog vorgestellt worden. Dieser beinhalte, „wie einer Weiterverbreitung des Coronavirus bei unseren Gottesdiensten (...) vorgebeugt werden kann“, sagte Professor Dr. Felix Bernard, der Leiter des Katholischen Büros Niedersachsen, der Kontaktstelle der katholischen Diözesen sowie des Offizialatsbezirks Vechta gegenüber der Landesregierung.

Entscheidend sei der Abstand zwischen den Gottesdienstteilnehmern von mindestens 1,5 Metern nach allen Seiten hin. „Somit ist der Zugang zu den Gottesdiensten begrenzt und sollte sich aus unserer Sicht nach der Größe des Raumes richten“, sagte Bernard.

„Im Ergebnis der Verhandlungen wünsche ich mir natürlich, dass öffentliche Gottesdienste, auch im Rahmen von Beerdigungen, zeitnah wieder möglich werden, da sie für das Leben der Gläubigen existenziell sind.“Weihbischof Wilfried Theising, Vechtaer Offizial

Ein Sprecher der evangelischen Kirchen sagte: Angestrebt werde, Taufen, Trauungen und Trauerfeiern unter den gleichen Rahmenbedingungen wie Gottesdienste durchzuführen. Es gehe auch um Punkte wie Masken und gemeinsames Singen. Eine neue Rechtslage gebe es frühestens am 7. Mai. Das bedeute, „dass vor Sonntag, 10. Mai, keine Gottesdienste gefeiert werden können“.

Der Vechtaer Offizial, Weihbischof Wilfried Theising, sagte: „Im Ergebnis der Verhandlungen wünsche ich mir natürlich, dass öffentliche Gottesdienste, auch im Rahmen von Beerdigungen, zeitnah wieder möglich werden, da sie für das Leben der Gläubigen existenziell sind.“

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