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Goldene 20er starten ein wenig holperig

Emsteks Bürgermeister Michael Fischer lobt den Zusammenhalt unter den Einwohnern und die gegenseitige Unterstützung in der Wirtschaft. Viele Projekte wurden auf den Weg gebracht oder vollendet.

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Solidarität: 10.000 Euro hat die Politik zur Aktion des Handels- und Gewerbevereins zugeschossen. 6500 Euro wurden auf die Pflegeeinrichtungen verteilt, die das Geld an die Mitarbeiter weitergeben sollten. Foto: Thomas Vorwerk

Solidarität: 10.000 Euro hat die Politik zur Aktion des Handels- und Gewerbevereins zugeschossen. 6500 Euro wurden auf die Pflegeeinrichtungen verteilt, die das Geld an die Mitarbeiter weitergeben sollten. Foto: Thomas Vorwerk

Als Emsteks Bürgermeister Michael Fischer auf dem Neujahrsempfang die „goldenen 20er“ heraufbeschwor, da ahnte er noch nicht, das dieses Jahr alles andere als golden werden würde. Zwölf Monate später zieht er vielleicht nicht ein uneingeschränkt positives Fazit, aber er weiß das Gute zu erkennen.

„Trotz dieser bis dahin nicht vorstellbaren Veränderungen und Einschränkungen der persönlichen Lebensumstände haben unsere Bürgerinnen und Bürger zusammengehalten. Die örtliche Gemeinschaft, das Ehrenamt, die Vereine und Verbände, die örtliche Wirtschaft sowie die Politik und die Verwaltung haben sich gegenseitig unterstützt, soweit es die Umstände hergaben“, sagt Fischer in seinem Rückblick.

Rege Bautätigkeit im gesamten Gemeindegebiet

Vieles stand in den vergangenen zwölf Monaten still. Besonders das gesellschaftliche Leben kam zum Erliegen und auch viele Geschäfte mussten zeitweise schließen. Auf der anderen Seite herrschte aber auch reges Treiben. Im Mai erfolgte der erste Spatenstich für die neue Mensa an der Grundschule und im Herbst wurde in Höltinghausen das ehemalige Haus Abeling abgerissen um Platz für die Kita-Erweiterung zu schaffen. In Hoheging entsteht gleich eine komplett neue Kita und die neue Sporthalle an der Oberschule verheimlicht ihre beeindruckenden Ausmaße dem Passanten nicht.

Mehr Sicherheit: Der Radweg an der Garter Straße wurde in 2020 fertiggestellt. Foto: Thomas VorwerkMehr Sicherheit: Der Radweg an der Garter Straße wurde in 2020 fertiggestellt. Foto: Thomas Vorwerk

Zwar wird es noch dauern, bis die Bagger in Hesselnfelde anrollen, doch die Planungen in der Politik für das neue Baugebiet laufen bereits. „Wachstum nach Augenmaß ist weiterhin der nachhaltige Ansatz, um die gemeindliche Infrastruktur nicht zu überlasten.“ In Halen sei man weiter intensiv im Bauleitverfahren und auch am östlichen Ortseingang Emsteks habe man Flächen sichern können. Dies alle bedeute aber auch, dass man erheblich in finanzielle Vorleistungen geht. „In den nächsten drei Jahren benötigen wir einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag für die Weiterentwicklung unserer Gemeinde. Die Gelder werden im Wesentlichen fremdfinanziert werden müssen“, berichtet der Verwaltungschef.

Die Entwicklung bezieht sich nicht auf die Wohnbebauung alleine. Im Bereich der Einzelhandelsentwicklung gelte es weiterhin, intensiv am Ball zu bleiben. „Die ehemaligen Riemann- und Coma-Flächen werden weiterhin von einem Investor beworben. Ziel der Gemeinde ist es, dort durch bauleitplanerische Maßnahmen – möglichst im Einvernehmen mit dem Investor – eine ortsverträgliche Lösung zu erarbeiten.“

Neue Ideen sind im Forum stets willkommen

Wenn Wohngrundstücke bereitgestellt werden, dann muss auch über Kindergarten und Schule hinaus die weitere Infrastruktur stimmen. Vom Neugeborenen bis zum Senior reicht das Angebot, das seit 2020 im fertig eingerichteten Forum zu finden ist. Nancy Menke und Melanie Thoben waren zuvor im Rathaus erreichbar und haben an der Halener Straße nur drei Häuser weiter ihre „Anlaufstelle für gesellige Gemeinschaft und Kommunikation“ bezogen. Neben den eigenen Beratungsangeboten treffen sich dort unter anderem Mutter-Kind-Gruppen. Es sind aber viele weitere Nutzungsmöglichkeiten denkbar. Neue Ideen sind willkommen.

Neben den genannten Kita-Erweiterungen und Neubauten – in Emstek wird an der Margarethenstraße die dritte Kita des Hauptortes entstehen – wurde am Franziskus-Kindergarten eine Mensa angesetzt. In den Grundschulen und an der Oberschule gab es verschiedene Sanierungs- und Renovierungsarbeiten.

Freies WLAN auf dem Marktplatz und im Bürgerpark

Neu sind auch die Info-Tafeln an den Ortseingängen. Die Bildschirme können individuell mit Nachrichten bestückt werden und auf aktuelle Veranstaltungen wie Blutspende-Termine, Konzerte oder verkaufsoffene Sonntage hinweisen. Digital soll es in absehbarer Zeit auch an verschiedenen öffentlichen Stellen werden. Hotspots für freies WLAN sind im Bereich des Marktplatzes geplant, im Umfeld der Dreifeldhalle und des Stadions sowie im Bürgerpark.

Dort hat sich in den vergangenen Monaten auch einiges getan. Das Amphitheater ist fertig und hat bereits bei den Gottesdiensten zu Weihnachten und zu Silvester für eine schöne Kulisse gesorgt. Das Basketballfeld kann ebenfalls genutzt werden. In 2021 folgt der dritte Abschnitt. „Dann steht die Anlegung eines Rosenbeetes im Vordergrund“, so Fischer.

Radweg an der Garther Straße ist fertig

Im Straßenbau hat sich einiges getan. Größtes Projekt ist der Ausbau der Ortsdurchfahrt in Höltinghausen, der sich im ersten Abschnitt verzögert hat und auch in den kommenden Monaten den Anwohnern Geduld abverlangen wird. Fertig ist hingegen der Radweg an der Garther Straße.

Corona wird auch die kommenden Monate Einfluss auf den Alltag in der Gemeinde haben. „Sicherlich wird es auch nach den nun begonnenen Impfungen noch eine längere Zeit dauern, bis wir wieder zu unserem bislang gewohnten Leben zurückkehren können“, bilanziert Michael Fischer und blickt dabei zuversichtlich auf 2021.

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